Mit einem klaren Ja zur " Ehe " mit der Stadt Blankenburg haben die Heimburger gestern auf die Fragen der zwei Bürgerentscheide geantwortet. Mit 75, 09 Prozent votierten Einwohner für Blankenburg und mit 70, 75 Prozent gegen eine Einheitsgemeinde nach Wernigerode.

Heimburg. Mit einem klaren Ja zur Eingemeindung ihres Ortes nach Blankenburg haben die Heimburger gestern bei einem der beiden Bürgerentscheide votiert. 404 Heimburger setzten ihr Kreuz bei Ja unter die Frage " Stimmen Sie der Bildung einer Einheitsgemeinde zwischen Blankenburg ( Harz ) und der Gemeinde Heimburg zu ?" Das sind 75, 09 Prozent der abgegebenen Stimmen. Dagegen votierten bei dieser Frage 134 mit Nein. Das sind 24, 9 Prozent.

Die zweite Frage, die an diesem Sonntag gestellt wurde, lautete : " Stimmen Sie der Bildung einer Einheitsgemeinde zwischen der Stadt Wernigerode und der Gemeinde Heimburg zu ?" Dabei entscheiden sich 370 Heimburger ( 70, 75 Prozent ) gegen Wernigerode, 153 ( 29, 25 Prozent ) stimmten für eine " Ehe " mit der bunten Stadt am Harz.

" Jetzt müssen wir fair und menschlich korrekt die Gräben wieder zuschütten, die entstanden sind ", äußerte sich Blankenburgs Bürgermeister Hanns-Michael Noll nach der Auszählung im Wahllokal. Er freue sich, dass das Votum für Blankenburg ausgegangen ist, sagte Ralf Priesterjahn von der Interessengemeinschaft " Pro Heimburg " zum Abstimmungsergebnis. Er hätte nicht damit gerechnet, dass sich diesmal mehr Heimburger gegen Wernigerode aussprechen, als bei der Bürgeranhörung im September 2007 ( rund 65 Prozent ).

Heimburgs Bürgermeister Hans-Georg Jung sagte, dass nun nicht mehr gegeneinander, sondern mit vereinten Kräften alles für den Ort getan werden müsse. Der Eingemeindungsvertrag sei nach Jungs Worten bereits unterschriftsreif.

Von den 801 Wahlberechtigten in Heimburg gaben 547 ihre Stimme ab. Das entspricht einer Beteiligung von 68, 3 Prozent.

f Paragraf 26, Absatz 4 : Ist die in einem Bürgerentscheid enthaltene Fragestellung von der Mehrheit der gültigen Stimmen mit Ja beantwortet worden und beträgt diese Mehrheit mindestens 25 vom Hundert der stimmberechtigten Bürger, so hat der Bürgerentscheid die Wirkung eines Beschlusses des Gemeinderates. Er kann innerhalb von einem Jahr nur durch einen neuen Bürgerentscheid abgeändert werden. Ist die nach Satz 1 erforderliche Mehrheit nicht erreicht worden, hat der Gemeinderat die Angelegenheit zu entscheiden.