Wernigerode ( ru ). Vertreter aus Kommunalpolitik und Bürger gedachten am 8. Mai, dem 64. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und dem Ende des 2. Weltkrieges, in der Mahn- und Gedenkstätte im Veckenstedter Weg der Millionen Opfer der Nazibarbarei. In seiner Ansprache unterstrich Christian Härtel, Mitglied des Kreisvorstandes der Linken, dass die Anlage in Wernigerode " eine der letzten authentisch erlebbaren Orte ist, an dem Menschen aus vielen europäischen Ländern versklavt und zur Zwangsarbeit in den umliegenden Rüstungsbetrieben gezwungen wurden ".

Der Schwur der Überlebenden von Buchenwald – " Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg " verpflichte, " dass wir uns an jedem Tag gegen rechtsextremes Gedankengut, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und Behindertenfeindlichkeit wenden ". Härtel betonte auch, der Schwur von Buchenwald heiße für Wernigerode ganz konkret, dass die Gedenkstätte im Veckenstedter Weg als Ort der Mahnung, Erinnerung und Bildung für die jüngere Generation " unsere volle Unterstützung genießt ". Dies gelte für die weitere Sanierung der Anlage, der finanziellen und personellen Ausstattung und die Frage, in welcher Trägerschaft sich die Gedenkstätte in Zukunft befinden werde.

Für die langjährige gute Zusammenarbeit bedankten sich die Linken bei der Leiterin Rotraud Urbaneck, die Ende des Monats in den Ruhestand geht.