Wernigerode. Das 17. Harzfest wird vom 11. bis zum 13. September in Wernigerode stattfnden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten am Freitag Peter Gaffert, Vorsitzender des Veranstalters Harzer Förderkreis, und Andreas Heinrich als zuständiger Dezernent.

Gaffert zeigte sich über den Abschluss sichtlich erleichtert. Er gestand : " Wir waren einige Wochen am Zweifeln, ob wir es überhaupt ausrichten. " Erst vor 14 Tagen hatte Landes-Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff seine bis dahin ablehnende Haltung aufgegeben und schriftlich eine finanzielle Förderung der größten Kultur- und Brauchtumsveranstaltung in der Region zugesichert. Der Förderkreischef wertete dies als deutliches Signal, dass jetzt auch die beiden anderen Partner, Niedersachsen und Brandenburg, ihr Scherf ein beitragen werden. Peter Gaffert : " Die Bedingung des Wirtschaftsministers war, dass das Harzfest auch unter dem Titel 20 Jahre Mauerfall stehen soll. " Rund 75 000 Euro beträgt der vom Verein zu tragende Gesamtetat. Die Gastgeberstadt beteiligt sich mit 2500 Euro.

Gefeiert wird im Wernigeröder Bürgerpark. Zum Programm gehören traditionell ein großer Markt mit etwa 100 Handwerkern und Gewerbetreibenden, Auftritte von gut 50 Kulturgruppen auf zwei Bühnen, die Harzer Waldarbeitermeisterschaften, das Harzkönigsschießen, am Sonntag der große Festumzug vom Marktplatz aus, die Vergabe des Warenzeichens " Typisch Harz " sowie die Wahl der Harzfestkönigin.

Andreas Heinrich betonte : " Ich bin froh, dass die Entscheidung so gefallen ist. " Mit dem Bürgerpark hat Wernigerode alle Voraussetzungen, um die Großveranstaltung zu einem Erfolg werden zu lassen.

Peter Gaffert blickte derweil bereits in die Zukunft. Es müssen unbedingt Wege gefunden werden, die beiden Produkte Harzfest und Regionalmarke " Typisch Harz " zu retten. Dazu ist es aus seiner Sicht notwendig, " die Strukturen des Tourismusmarketings auf gesunde Füße zu stellen ". Im Klartext : Sie sind deutlich zu straffen.