Zum Beginn des neuen Jahres lädt die Volksstimme ein, auf 2013 zurückzublicken und auf 2014 zu schauen. Heute fragt Volksstimme-Mitarbeiterin Gudrun Billowie die Ortsbürgermeisterin von Mose, Helga Steinig.

Volksstimme: Frau Steinig, wenn Sie auf 2013 zurück blicken, welches Bild kommt Ihnen in den Sinn?

Helga Steinig: Das vergangene Jahr lief unter dem Motto "Immer am Ball bleiben". Dadurch sind ein paar Maßnahmen angeschoben worden, die 2014 hoffentlich umgesetzt werden.

Volksstimme: Welche?

Helga Steinig: Ich hoffe, dass die Mühe um die Straße in Neu-Mose endlich Früchte trägt. Diese Straße braucht dringend eine grundhafte Sanierung. Bereits 2012 haben sowohl die Stadt als auch der Landkreis die Fördermittel beantragt. Inzwischen haben Stadt, Landkreis und der Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverband (WWAZ) die Eigenmittel für die Sanierung auch in ihre Haushalte eingestellt.

Volksstimme: Wie marode ist die Straße?

Helga Steinig: Die Grundstücke an der K1172 durch Neu-Mose sind noch nicht an das Abwassernetz angeschlossen, sondern entsorgen über Klärgruben. Damit gibt es auch keine Regenentwässerung und das Niederschlagswasser flutet regelmäßig die nördlich gelegenen Grundstücke. Durch den übermäßig starken Lkw-Verkehr der Firma Papenburg und des Recyclinghofes ist die Lärmbelästigung für die Anwohner unzumutbar. Deshalb muss die Straße von grundauf erneuert werden.

Volksstimme: An welchem "Ball" sind Sie noch geblieben?

Helga Steinig: Unser Teich muss dringend saniert werden und ich hoffe, dass die Sanierung in diesem Jahr über ein neues Dorferneuerungsprogramm gefördert werden kann.

Volksstimme: Welche Probleme hat der Teich?

Helga Steinig: Wir müssen ständig daran arbeiten, dass er nicht "kippt". In diesem Teich leben Fische und Frösche, aber das Schilf breitet sich zu stark aus. Wir haben es zwar im Jahr 2012 zur 1075-Jahr-Feier ein wenig entfernen lassen, aber eine dauerhafte Lösung ist es nicht. Die brauchen wir aber, da dieser Teich in das Dorfleben integriert ist. Wir feiern Teichfeste, oft sitzen Menschen auf den Bänken und schauen auf das Wasser, auch Radwanderer rasten dort.

Volksstimme: Sie erwähnten die 1075-Jahr-Feier, die Mose 2012 gefeiert hat. Was ist von diesem Jubiläum geblieben?

Helga Steinig: Das Denkmal der Pilotenrakete, an der kurz vor Jahresende noch die Sponsorentafel angebracht wurde. Vor allem aber freue ich mich, dass sich im Zuge der Jubiläumsvorbereitung Leute gefunden haben, die weiterhin das öffentliche Leben organisieren und das in Zukunft auch tun wollen.

Volksstimme: Was steht 2014 noch auf der Wunschliste?

Helga Steinig: Es wäre schön, wenn in unserem Kulturhaus die klobigen Heizkörper entfernt werden und das Haus an die Gasleitung angeschlossen wird. Damit sind flache Heizkörper möglich, die im Saal nicht soviel Platz wegnehmen. Andere Wünsche für das Kulturhaus sind bereits 2013 erfüllt worden. Das Haus hat zwei neue Innentüren bekommen und es wurden Malerarbeiten ausgeführt.

Für unseren Friedhof wünsche ich mir Licht in der Trauerhalle und ich hoffe, dass im Rahmen eines neuen Dorferneuerungsprogramm die fehlenden Straßenlampen gesetzt werden können.

Volksstimme: Worüber haben Sie sich 2013 geärgert?

Helga Steinig: Der Recyclinghof vor Neu-Mose stand im Fokus. Unter anderem wegen der großen Möwenschwärme und des Lkw-Verkehrs hat sich eine Bürgerinitiative gegründet.

Volksstimme: Diese Differenzen scheinen inzwischen bereinigt. Was soll 2014 Gutes bringen?

Helga Steinig: Mein ganz großer Wunsch ist, dass wieder mehr Menschen in die Feuerwehr eintreten und wir wieder eine eigene Ortsfeuerwehr bekommen. Ein Jugendwart, der sich um die Nachwuchsarbeit kümmert, so dass wir wieder eine aktive Kinder- und Jugendfeuerwehr haben, wäre großartig.