Schackensleben l Die 2012 mit Hilfe des EU-Förderprogramms "Leader" zur Mehrzweckhalle umgebaute frühere Schulsporthalle hat sich als "Prokonhalle" zu einem Mittelpunkt des Dorflebens über die Ortsgrenzen hinaus gemausert. Der Beleg: Im vergangenen Jahr hat es insgesamt 286 Nutzungen im Versammlungsraum und in der Mehrzweckhalle gegeben.

Das Gros davon - etwa zwei Drittel - machen regelmäßige Dauernutzungen wie durch die Knirpse der örtlichen Kita, die Jugendfeuerwehr, den Trainingsbetrieb des ortsansässigen TSV und anderer Sportvereine und Freizeitgruppen aus.

Eine kostenpflichtige gewerbliche Nutzung durch eine Physiotherapie konnte 52 mal verbucht werden. Der Versammlungsraum und zum Teil auch die Mehrzweckhalle sind beliebt für Privatfeiern wie Hochzeit und Jugendweihe geworden. Auch das spült Geld in die Kassen.

Renommierte Ausstellungen kommen nach Schackensleben

Darüber hinaus ist die Prokonhalle inzwischen eine feste Größe für Ausstellungen geworden, deren Ruf weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt ist. Dazu zählen unter anderem die renommierte Ausstellung der regionalen Brieftauben- und der Rassegeflügelzüchter. Eine Rassekatzenschau zog 2013 gleich zwei Mal die Besucher in ihren Bann. Weitere überregional wahrgenommene Zugpferde sind das Frühlingsfest der Landfrauen aus der Hohen Börde, die Abschlussveranstaltung der "Tour de Börde" und der Schackensleber "Tag der Regionen" gewesen.

Familiensportfeste, Kleiderbörsen, Weihnachtsfeiern verschiedener Vereine und Gruppe haben in der Prokonhalle ein modernes Zuhause gefunden. Sitzungen des Ortschaftsrates und der Vorstände der Vereine und Gruppen des Dorfes fanden ebenso statt wie Fortbildungen von Lehrern und eine Tagung des Deutschen Milchkontors.

Ein Stück kostenlose Lebensqualität auf dem Lande

"Diese Nutzung hat all unsere Erwartungen übertroffen," erklärte Schackenslebens Ortsbürgermeister Ernst Daecke und ergänzte: "Der Schlüssel zum Erfolg ist der Ansatz der Mehrzwecknutzung. Dass das so gut ankommt, bei Vereinen inner- und außerhalb des Dorfes, hat uns aber doch überrascht. Damit sind wir laut Angaben der Gemeindeverwaltung das am stärksten genutzte öffentliche Haus dieser Art in der Hohen Börde."

Daenecke betonte im selben Atemzug: "Geld verdienen kann die Gemeinde trotz der hohen Auslastung natürlich nicht. Es ist ja erklärte Absicht, dass Vereine als Hauptnutzer solche Einrichtungen wie die Prokonhalle größtenteils kostenlos nutzen sollen, denn diese tragen zur Lebensqualität im ländlichen Raum bei. Deshalb ist der Umbau auch mit EU-Mitteln für den ländlichen Raum gefördert worden."