Barleben l Irmela Mensah- Schramm ist Aktivistin für Menschenrechte. In Berlin begann sie 1986 mit der Dokumentation und Entfernung von rassistischen und antisemitischen Aufklebern und Graffiti. Ihr Kampf spiegelt sich in der viel beachteten Ausstellung "Hass vernichtet" wieder, die seit gestern (und noch bis zum 25. Februar) in der Aula der Ganztagsschule in Barleben zu sehen ist. Dass die Ausstellung gerade nach Barleben kam, ist kein Zufall. Die Ganztagsschüler lernten die Menschenrechtlerin am 18. Januar in Magdeburg während des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus kennen und erfuhren auf der Meile der Demokratie erstmals von ihrem Wirken. Schulleiterin Monika Kukuk lud daraufhin die Berlinerin mit ihrer Ausstellung nach Barleben ein. Die, wie sie ausdrücklich betonte, gern an Schulen über ihr politische Arbeit berichtet.

Gestern gab Irmela Mensah-Schramm dann zur Eröffnung der Ausstellung Einblicke in ihr Wirken. Wie die engagierte Berlinerin erzählte, verlässt sie ihre Wohnung fast nur noch mit Ceranfeldschaber, Spraydose, Fotoapparat, Bürsten, Pinseln, Lösungsmitteln, Farbe und Nagellackentferner.

Die heute 69-Jährige entfernt damit Neonazi-Parolen, ausländerfeindliche Schmierereien und antisemitische Aufkleber oder übermalt sie. Bilder dokumentieren Mensah-Schramms eindrucksvollen Kampf gegen Hass und Gewalt. Die ehemalige Heilpädagogin aber "putzt" jedoch nicht nur, sie sucht mit ihrem Anliegen, ihrer Ausstellung bewusst die Öffentlichkeit. Gern kam sie daher auch nach Barleben und regte dort zum Workshop an. Um das Bewusstsein der Jugendlichen, wie sie sagt, für fremdenfeindliches Verhalten weiter zu schärfen. Die "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" hat sich dieser Aufgabe gestellt. Die beeindruckenden Ergebnisse des Workshops sind zeitgleich mit der Ausstellung in der Aula zu sehen.