Am Rande von Cröchern werden bald Obstbäume blühen. Der Heimatverein Cröchern-Blätz hatte zu einer Baumpflanzaktion aufgerufen. Dabei wurden Setzlinge von alten Apfel- und Birnensorten gepflanzt, die vom Aussterben betroffen sind.

Cröchern/Blätz l Die Lindenstraße in Cröchern mündet in den Ellerseller Weg. Genau dort trafen sich am Sonnabend Vormittag viele fleißige Helfer. Entlang des Weges brachten sie genau 53 Obstbäume in den Boden. "Dabei handelt es sich um alte Obstsorten wie Kaiser-Wilhelm-Apfel, Riesenboiken, Albrechtsapfel, Pastorenbirne oder Gellerts Butterbirne", informierte Vereinsvorsitzender Christian Kroll.

"Im Vorfeld der Aktion haben wir alte Bäume in der Gemarkung Cröchern von einem Obstkundler bestimmen lassen."

"Im Vorfeld der Pflanzaktion haben wir alte Obstbäume in der Gemarkung Cröchern von einem Obstkundler bestimmen lassen. Die für unsere Region typischen Sorten haben wir für die Pflanzung im Ellerseller Weg ausgewählt."

Unterstützung bekamen die Mitglieder des Heimatvereines von der Gemeinde Burgstall, die die 53 Obstbaum-Setzlinge finanzierte, die von einer Magdeburger Baumschule geliefert wurden. Auch die Pfähle, die die Baumpflanzer in die Erde eingruben, damit die jungen Bäume den richtigen Halt bekommen, bezahlte die Gemeinde.

Hilfe gab es auch von den Landwirtschaftsbetrieben Agricola aus Burgstall und der Bake-Meyer GbR aus Cröchern. "Sie haben mit ihrer Technik den Boden vorbereitet und für uns die Pflanzlöcher gebohrt", bedankte sich Enrico Kunzi. Er fuhr die lange Pflanzreihe mit einem Traktor und einem Wassertank im Schlepp entlang. Mit einem Schlauch wurden die jungen Bäume gewässert, damit sie optimale Bedingungen zum Anwachsen haben.

"Der Ellerseller Weg erstreckt sich noch rund zwei Kilometer lang bis zur Grenze der Landesforst."

Bei strahlendem Sonnenschein beendeten die Heimatfreunde ihre Pflanzaktion am Grill. Eine deftige Wurst und ein kühles Getränk ließen die Anstrengungen schnell vergessen. Dabei wurden auch schon Pläne für eine weitere Pflanzaktion geschmiedet. "Im kommenden Jahr könnten wir noch einmal eine solche Aktion starten. Platz ist noch genug, denn bis zur Grenze der Landesforst erstreckt sich der Ellerseller Weg rund zwei Kilometer lang", schätzt Christian Kroll. Unterdessen wiesen die Mitglieder des Heimatvereines Cröchern-Blätz bereits auf einen weiteren wichtigen Termin hin. Das Cröcherner Dorffest soll am 26. Juli gefeiert werden.