Der symbolische erste Spatenstich für die Breitband-Erschließung des Niederndodeleber Wohngebiets "Bördeblick" ist vollzogen. Auch der benachbarte "Cönterstieg" profitiert davon. DSL 50000 ist das Ziel.

Von Maik Schulz

Niederndodeleben/HoheBörde l Mit 50000 kbit/s will der Investor MDDSL das Niederndodeleber Wohngebiet "Bördeblick" in einigen Monaten versorgen. Auch das benachbarte Wohngebiet "Cönterstieg" soll damit von bisher maximal 30000 kbit/s auf 50000 kbit/s aufgestockt werden können. Das erklärte MDDSL-Geschäftsführer Andreas Riedel gestern beim ersten Spatenstich mit Vertretern der Gemeinde Hohe Börde am Klein Rodensleber Weg. Fördermittel fließen nicht in das Erschließungsvorhaben.

Weitere Investitionen für Breitband in Aussicht

Vorausgegangen war der nun angeschobenen 100000-Euro-Investition eine Bedarfs- ermittlung bei den Bewohnern im "Bördeblick". Erst ab einem gewissen Anschlussgrad rechnet sich die Erschließung für den Investor. Eine Bedarfsermittlung läuft gegenwärtig auch für die Wohngebiete links und rechts der Niederndodeleber Straße in Irxleben sowie im alten Dorfkern von Hohenwarsleben. Auch dort will Riedels Unternehmen bei entsprechender Nachfrage seitens der Bewohner 50000 kbit/s ermöglichen.

Für den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses der Hohen Börde, Matthias Schwenke, ist die Breitband- erschließung "ein wichtiger Schritt für mehr Lebensqualität der Bürger und ein wichtiger Standortfaktor für unsere Unternehmen."

"Im Bördeblick gibt es auch einige Kleingewerbebetriebe, die Breitbandverbindungen dringend benötigen", ergänzte der Bauausschussvorsitzende Heinz Ehrecke.

Ein Schwerpunkt ist das Gewerbedreieck

Ehrecke und Schwenke erinnerten an die von der Gemeinde geplante Erweiterung des "Bördeblickes". "Wir sind in Gesprächen mit einem Investor. 110 Grundstücke sollen hier in zwei, drei Jahren bebaut werden können. Dafür ist Breitband wichtig", betonte Ehrecke. Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel erklärte: "Nach der abgeschlossenen Grundversorgung aller Ortschaften ist dies heute ein weiterer Schritt ins neue Internet-Zeitalter." Die Bürgermeisterin erinnerte an die vom Bund und vom Land angelegten neuen Förderprogramme zur Erschließung des ländlichen Raumes mit schnellen Breitband-Internet-Verbindungen. Dort wo Marktversagen festgestellt wird, also wo sich eine Breitband-Erschließung für die Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich nicht rechnet, springt der Staat ein und fördert die Breitband-Investition der privaten Anbieter. Ähnlich ist es bereits bei der Breitband-Grundversorgung (DSL 2000) geschehen.

"Wir führen dafür Gespräche mit dem Land. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich das Gewerbedreieck am Elbepark in unserem wirtschaftlichen Premium-Standort Hermsdorf-Hohenwarsleben-Irxleben mit superschnellen Internetverbindungen zu versorgen", betonte Steffi Trittel.