Ebendorf wird immer grüner. Kein Jahr vergeht, in dem nicht immer wieder Bäume neu gepflanzt werden. Im vergangenen Jahr waren es allein 86 Obstbäume. Vor wenigen Tagen wurde mit einer Sumpfeiche der Auftakt für 2014 vollzogen.

Ebendorf l "Es grünt so grün" in der Ortschaft Ebendorf. Das ist kein Selbstläufer. Unzählige Aktionen gerade in den vergangenen elf Jahren haben die Ortschaft stetig weiter aufblühen lassen. Ein Grund dafür ist, der Tag des Baumes hat sich in Ebendorf zur erfolgreichen Mitmachaktion im Naturschutz entwickelt. Auch, wenn wie in diesem Jahr am 25. April keine Pflanzung stattgefunden hat.

Das aber hatte einen triftigen Grund, denn der Gartenbaubetrieb konnte den Baum nicht rechtzeitig liefern. "Dafür haben wir jetzt optimale Bedingungen. Das bedeutet, der Baum wird gut anwachsen", meinte Ortsbürgermeister Manfred Behrens bei der Begrüßung von einem Dutzend naturliebender Ebendorfer, die sich die Zeit genommen hatten und zur Baumpflanzaktion gekommen waren.

Und fast alle legten mit Hand an, um den Setzling am Mühlenweg in die Erde zu bringen. Denn er entpuppte sich als ein kräftiger, hochgewachsener Baum. "Es handelt sich dabei um eine 15 Jahre alte Sumpfeiche, verwandt mit dem Baum des Jahres 2014, der Traubeneiche", sagte Marcus Bursian, Inhaber eines Gartenbautriebes in Dahlenwarsleben, der den Ebendorfern diesen Baum sponserte und die Pflanzaktion gleich zu einer interessanten Lehrstunde nutzte.

Der Baum, so der Fachmann, ist relativ schnellwüchsig und kann bis weit über 100 Jahre alt werden. In etwa 30 Jahren wird er etwa 20 Meter hoch gewachsen sein und einen Stamm von rund 28 Zentimeter Durchmesser haben.

Das aber ist Zukunftsmusik, noch braucht die Sumpfeiche viel Hege und Pflege. Deshalb wurden, nachdem der Baum gepflanzt war, fürsorglich drei dicke Holzklötze als Stützen in die Erde gerammt. Kräftig dabei zugepackt haben Wido Wischeropp, Mitglied des Verschönerungsvereins, Manfred Behrens und Dirk Thiehlemann von der SG Eintracht Ebendorf.

Der Ortsbürgermeister bedankte sich nach getaner Arbeit bei allen Beteiligten, die mitgeholfen hatten, dass Ebendorf wieder ein Stück grüner und sehenswerter wird. Er wünschte sich, dass in den kommenden Jahren entlang des Mühlenweges noch weitere Bäume gepflanzt werden. "Es wäre schön, wenn daraus eine kleine Allee entsteht."

In dieser Runde erinnerte Manfred Behrens auch daran, dass bereits im Jahr 2003 vorrangig zwischen den Wohngebieten "Mühlenfeld" und "Kleine Mühlenbreite" 750 junge Bäume gepflanzt wurden.

Wie sich noch mancher erinnern konnte, waren es zumeist Rot-Ahorn, Eichen und Ulmen. Die Zahl 750 aber war nicht zufällig gewählt, wie der Ortsbürgermeister genau weiß, "denn zu dieser Zeit hatten wir exakt 750 Haushalte in Ebendorf".

Doch auch die Eibe gehört längst zu den Bäumen, die das Ortsbild mitprägen. 2005 zur 1040-Jahr-Feier wurde der Baum, der sich im Ebendorfer Wappen wieder findet, in großer Zahl gepflanzt. Die bisher letzte große Pflanzaktion war vor einem Jahr. Entlang des Radweges zwischen Ebendorf und Magdeburg wurden 86 Birnen- und Kirschbäume gepflanzt.