Die vier Bewerber für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Colbitz haben sich am Donnerstag den Fragen der Wähler gestellt. Die Veranstaltung moderierte Andrea Todzi, die stellvertretende Wahlleiterin der Verbands- gemeinde Elbe-Heide.

Colbitz l Viele Colbitzer und Lindhorster scheinen sich schon sicher zu sein, welchem Kandidaten sie am 25. Mai ihre Stimme geben. Anders ist das geringe Interesse - es waren nur knapp 50 Bürger in die Aula der Grundschule gekommen - kaum zu erklären. Andrea Todzi gab zunächst jedem Bewerber Gelegenheit, sich vorzustellen. Amtsinhaber Heinz Kühnel, Diplomingenieur und 71 Jahre alt, betonte, dass er sich noch jung genug fühlt, um noch einmal Bürgermeister zu werden. Er übt das Amt seit dem Jahr 2000 und schon einmal von 1986 bis 1990 aus.

Jens Hollenbach, Betriebsingenieur und 49 Jahre alt, ist seit 1994 Gemeinderatsmitglied. "Das Bürgermeisteramt macht mir Spaß", sprach er von seinen Erfahrungen als Stellvertreter für dieses Amt.

Ralf Ganzer, Elektromeister und 53 Jahre alt, ist gleich nach der Wende im Jahr 1990 in die Kommunalpolitik eingestiegen. Er war Lindhorster Ortsbürgermeister, ist Mitglied im Kreistag und im Verbandsgemeinderat.

Eckhard Liebrecht, Polizeibeamter, der noch in diesem Monat 60 Jahre alt wird und dann in den Ruhestand gehen muss, engagiert sich als stellvertretender Bürgermeister sowie im Kulturverein Lindhorst, im Kinderförderverein und in der Feuerwehr.

Viele Fragen hatten die Wähler: Wie soll die Kultur unterstützt werden? Wie will Colbitz für Investoren attraktiver werden? Welche Visionen haben die Kandidaten? Wie kann die Grundschule unterstützt werden? Warum gibt es keine Seniorenwohnanlagen im Ort? Jeder Kandidat bekam Gelegenheit, dazu seine Meinung zu äußern. Gemeinsam war dabei allen, dass sie auf die engen finanziellen Spielräume der Gemeinde hinwiesen. Dieses Problem soll sich mittelfristig mit Teilentschuldungen sowie mehr Gewerbeansiedlungen lösen lassen. Deshalb hoffen alle Kandidaten auf eine rasche Fertigstellung der Autobahn 14.

Zum Schluss baten alle vier Bewerber um das Bürgermeisteramt die Wähler, möglichst zahlreich von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.