Farsleber Jugendliche wünschen sich einen Jugendclub. Dafür schwebt ihnen das Gebäude am Sportplatz vor. Als Träger bietet sich der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes an.

Farsleben l Die Farsleber Jugendlichen möchten sich fortan in einem Jugendclub treffen. Dafür favorisieren sie das Gebäude am Sportplatz. "Das ist abgelegen und wir stören niemanden, wenn wir mal laute Musik hören", sagt Franz Ludwig Sabrowsky. Der 18-Jährige gehört zu den rund zehn Jugendlichen, die sich lange in der Bushaltestelle getroffen haben und nun auf den Sportplatz gezogen sind. "Im Winter ist es draußen zu kalt, und es wäre schön, wenn wir einen Raum hätten", sagt er. Am Donnerstag Abend überreichten zehn Jugendliche dem Stadtrat ein Konzept.

Mögliche Angebote der Club arbeit sollen Sportturniere, Hausaufgabenhilfe, Jugendbildungsseminare sowie die Heranführung an die erste Hilfe sein.

Das Konzept ist in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Börde des Deutschen Roten Kreuzes entstanden. Der Verband hat sich bereit erklärt, die Trägerschaft für den Jugendclub zu übernehmen.

Der Grundstein für die Zusammenarbeit zwischen Jugend und Rotem Kreuz wurde bereits am 1. August gelegt. Da gründete sich in Farsleben eine 18 Mitglieder starke Jugend-Rotkreuz-Gruppe. Sie wird von Sylvia Franke, der stellvertretenden Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes, betreut. Der Sohn der Farsleberin gehört dazu. "So habe ich von dem Wunsch erfahren, dass die Jugendlichen das Häuschen am Sportplatz als Treffpunkt super fänden", sagt sie.

Das Gebäude gehört der Stadt und wurde vom Eventmanager Mike Steffens gemietet. "Ich nutze es lediglich als Lagerraum und würde von meinem Mietvertrag sofort zurücktreten", sagt Steffens, "das Haus war in den 90er Jahren schon einmal Jugendclub. Eine Tradition würde fortgesetzt werden."

Eigentlich ist der Kulturverein "Webers Hof" von der Stadt mit der Jugendarbeit beauftragt worden. Auch von dort wurde nun ein Konzept vorgelegt. Das hat Werner Teige verfasst, der sowohl Vereins- als auch Ortschaftsratsmitglied ist. "Ich bin jetzt Vorruheständler und habe Lust, mich um die Jugendarbeit in Farsleben zu kümmern", sagt der 60-Jährige. Die Weberaner sehen das Kulturzentrum "Webers Hof" als den besseren Standort für die Jugendarbeit an, weil das zentral gelegene Objekt durch die Dorföffentlichkeit gut kontrolliert werden kann und besser erreichbar ist. "Zum Sportplatzgebäude muss eine Kreisstraße überquert werden", warnt Werner Teige. Dennoch gehört die Nutzung des Sportplatzes auch zum Konzept der Weberaner. Weiterhin sollen dort nach dem Prinzip des Mehrgenerationenhauses die Veranstaltungen der Senioren durch die Jugendlichen unterstützt werden. Die räumliche Nähe zur Feuerwehr kann ebenfalls einer Zusammenarbeit dienen.

Beide Varianten werden im September im Farsleber Ortschaftsrat diskutiert, bevor sie im Kultur- und Rechtsausschuss sowie im Stadtrat zur Debatte stehen.

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