Wolmirstedt l In Wolmirstedt haben sechs FDP-Mitglieder einen zweiten FDP-Ortsverband gegründet. Vorsitzender ist Jörn Mewes. Der Ortsverband trägt den Namen "Ohre-Elbe" und soll die FDP in Wolmirstedt, der Niederen Börde und Elbe-Heide vertreten.

In Wolmirstedt gibt es bereits einen FDP-Ortsverband, der von Gisela Gerling-Koehler geleitet wird. Dem gehörten die Mitglieder des neuen Ortsverbandes bis vor kurzem auch mehrheitlich an. "Aber es hat Meinungsverschiedenheiten über die Arbeit von Frau Gerling-Koehler im Stadtrat gegeben", sagt Jörn Mewes. Er kritisiert vor allem das Vorgehen um die Aufklärung des Verbleibs der Mittel für die Jahnhallen-Sanierung. "Man muss sich um diese Dinge streiten", sagt Jörn Mewes, "aber uns hat die Art und Weise nicht gefallen."

Gisela Gerling-Koehler erfährt durch die Volksstimme von der Gründung des zweiten Ortsverbandes. "Ich bedauere das sehr", sagt sie, "vor allem, weil zwei Ortsverbände die Wähler sicher verwirren. Vor allem halte ich das vor der aktuellen Situation der FDP für einen denkbar schlechten Weg." Außerdem bezweifelt sie, ob es überhaupt zwei Ortsverbände der gleichen Partei geben könne. "Das muss das Parteischiedsgericht klären."

Die Mitglieder des neuen FDP-Ortsverbandes arbeiten derzeit fern der politischen Gremien, während mit Gisela Gerling-Koehler und Mark-André Krogel-Riemann zwei Mitglieder des ersten Ortsverbandes im Stadtrat sitzen. "Die Fronten haben sich vor allem im Wahlkampf verhärtet", begründet Jörn Mewes die Neugründung, die jetzt erst, lange nach der Kommunalwahl am 25. Mai, stattgefunden hat.