Zum ersten Gesundheitstag in Wolmirstedt konnten sich Besucher über Vorsorge, Heil- und Hilfsmittel informieren. Das Interesse der Bevölkerung war eher verhalten, aber diejenigen, die gekommen waren, hoffen auf eine Neuauflage.

Wolmirstedt l Eine schöne Aufgabe konnte Bürgermeister Martin Stichnoth (CDU) zu Beginn des Gesundheitstages erledigen. Er ehrte neun Frauen, die die Seniorenarbeit der Stadt besonders aktiv mitgestalten. Leider waren nur drei der Damen anwesend, doch Marita Knackmuß, Doris Kaschlaw und Siegrun Höhne freuten sich riesig über die würdigenden Worte, die Blume, den Gutschein und das Buch.

Den musikalischen Auftakt des Gesundheitstages übernahm Roger Altenburg. Zusammen mit seinen "Singkindern" Pauline, Cassandra und Amy animierte er die Gäste im Schlosskeller mit Liedern wie Reinhard Meys "Über den Wolken" zum Mitsingen.

Dreh- und Angelpunkt des Gesundheitstages waren jedoch die vielen Informationsstände. "Es hat mir gefallen, dass man seine Venen testen und seine Haut überprüfen lassen konnte", sagt Ulrich Höhne, der aus Glindenberg gekommen war. Eine Matte, die Durchblutungsstörungen entgegenwirkt, konnte an Ort und Stelle ausprobiert werden. Ätherische Öle von Lavendel und anderen Schätzen der Erde strömten in den Schlosskeller und deren heilende Wirkung wurde erklärt. Das Deutsche Rote Kreuz informierte über seine Leistungen im Pflegebereich und Optikermeisterin Ines Gierlich bot Sehtests an. "Sehr interessant war auch der Vortrag über Osteoporose", stellt Ulrich Höhne fest. Dr. Andreas Krause von der Praxisklinik Sudenburg berichtete sehr anschaulich.

Die Vorträge wurden im Festsaal in der oberen Etage des Bürgerhauses gehalten, einige Informationsstände waren im Keller aufgebaut, andere im Erdgeschoss. Die Treppen des Bürgerhauses machten vielen älteren Bürgern schwer zu schaffen, aber es fand sich für jeden der passende Helfer.

Der Gesundheitstag war eine Gemeinschaftsveranstaltung des Seniorenbeirates des Landkreises Börde, der Stadt Wolmirstedt sowie des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft und fand im Rahmen der zweiten Seniorenwochen des Landkreises statt. "Vielleicht wäre es besser, diesen Gesundheitstag weiter in den Nachmittag zu ziehen", meinte der Wolmirstedter Heinz Natzel, "so dass auch Berufstätige die Gelegenheit haben, sich einen Überblick zu verschaffen." Gegen 15 Uhr war Schluss.

Ginge es nach Ulrich Höhne, wird der Gesundheitstag auch im nächsten Jahr angeboten. "Bei einer alljährlichen Wiederholung wird sicherlich auch der Zuspruch größer", meint er.

 

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