Die Erweiterung der Ochtmersleber Kindertagesstätte war in den vergangenen Monaten nicht ganz unproblematisch. Umso größer war die Freude bei der offiziellen Übergabe.

Ochtmersleben l Großer Bahnhof am Donnerstagnachmittag in der Ochtmersleber Kindertagesstätte "Zu den lustigen Birkenspatzen". Verwaltungsmitarbeiter, Architekten, Bauleute und alle, die die Baumaßnahme angeschoben hatten, wollten anstoßen auf das Erreichte - auf das endlich Fertiggestellte.

Besonders die Leiterin der Kindertagesstätte, Barbara Lehr, und ihr Team können nun aufatmen. Fast elf Monate gingen die Bauarbeiter im Haus ein und aus, das war bei laufendem Kindergartenbetrieb nicht einfach. "Doch alle haben sich bemüht, aus unserem Kindergarten noch mehr zu machen", richtete die Kita-Leiterin ihren Dank an alle Mitwirkenden, die den An- und Umbau in Gang gebracht haben. "Wir haben durchgehalten und jetzt fließen auch wieder die Ideen", fügte sie hinzu.

Zahlreiche Schwierigkeiten waren während der Bauphase aufgetreten. So wurden beim Anbau eines Sanitärraumes, der bereits im November des vergangenen Jahres begann, Probleme mit dem Untergrund festgestellt. Hier befand sich zuvor eine Aschengrube, was auch die Umverlegung der Wasserleitungen notwendig machte. Erst im März dieses Jahres konnte hier mit den Maurerarbeiten begonnen werden.

Mitarbeiter des Jugendamtes des Landkreises Börde stellten zwischenzeitlich fest, dass die Gruppenräume der Krippenkinder und der älteren Kinder getauscht werden sollten. Das wurde während der Schließzeit der Kindertagesstätte umgesetzt, hatte aber auch einige zusätzliche Arbeiten zur Folge. So musste gemalert werden, eine provisorische Küche hergerichtet und ein Schlafraum für die Jüngsten eingerichtet werden.

Nachdem der neue Sanitärtrakt zur Nutzung freigegeben war, wurde der alte Sanitärtrakt abgerissen. Die vorgelagerten Räume konnten nun in eine Küche, ein Personal-WC und eine Umkleide sowie ein Leiterinnenzimmer umgebaut werden. Allerdings ging auch das nicht unproblematisch ab. Die Entkernung dieses Bereiches brachte zu Tage, dass der Fußbodenaufbau nicht ordnungsgemäß war, die Dämmung in der Decke fehlte und die statische Konstruktion unter den Deckenbalken nicht ausreichte. Erneut waren bisher nicht eingeplante Baumaßnahmen notwendig, die die Bauzeit um sechs Wochen verlängerten und auch Mehrkosten nach sich zogen.

Insgesamt wurden 170000 Euro investiert. Fördermittel gab es keine. "Auch wenn hier, anders als in der Kindertagesstätte Nordgermersleben, keine Fördermittel geflossen sind, so wollten wir die Einrichtung doch auf den gleichen Stand bringen wie die anderen", betonte Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel. Weiterhin solle in der Gemeinde das Konzept Familie und Beruf verfolgt werden und dazu brauche es auch schöne Kindereinrichtungen. "Die Hülle ist wichtig, aber ebenso wichtig sind auch die Erzieherinnen", fügte die Bürgermeisterin hinzu.

In der Ochtmersleber Kindertagesstätte werden derzeit 28 Kinder, davon zwölf im Krippenbereich, betreut. Ab Januar des kommenden Jahres wird die Betriebserlaubnis für 32 Kinder erweitert. Insgesamt werden in der Gemeinde Hohe Börde 1100 Kinder in kommunalen Einrichtungen und 270 in Einrichtungen in privater Trägerschaft betreut.

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