Wolmirstedt l Seit August dieses Jahres werden in der Ohrestadt Fahrbahnen und Gehwege saniert, die schweren Schaden beim Juni-Hochwasser 2013 genommen haben. Am Freitag konnte die erste der insgesamt sieben Maßnahmen im Gebiet der Einheitsgemeinde Wolmirstedt abgeschlossen werden.

"Auf einer Länge von 355 Metern konnte der neue Gehweg in der Straße Am Küchenhorn zur Zufriedenheit aller ausgebaut werden", würdigte Bürgermeister Martin Stichnoth (CDU) bei der Freigabe die Arbeit der Bauarbeiter und Projektanten. Lob gab es auch seitens der Anwohner. "Was lange währt, wird gut." Sabine Böttcher war nicht die einzige Anwohnerin, die zur feierlichen Übergabe kam und sich überaus angetan über das Ergebnis zeigte. "Die umfangreichen Bauarbeiten bestimmten zwar in den vergangenen vier Monaten auch immer wieder unseren Lebensrhythmus", erzählte die rüstige Seniorin, "doch wie sich der neue Gehweg heute präsentiert, da hat sich der Aufwand, der betrieben wurde, gelohnt."

Jürgen Bednorz, Anwohner und ebenfalls Betroffener, teilt die Freude seiner Nachbarin: "Wir haben in diesem Bereich seit Jahren Problem mit dem Ohrewasser. Das Hochwasser im Juni 2013 aber hat das gesamte Gebiet überflutet, so dass wir oft nur mit Booten zu unseren Häusern gelangten. Ich hoffe, das ist Geschichte."

Die Sanierung hat die Stadt nicht einen Cent gekostet. Die Maßnahme mit einem Volumen von 175000 Euro wurde zu 100 Prozent aus Mitteln des Bundes aus dem Sondervermögen "Ausbauhilfe" finanziert. Die Sorge vor dem nächsten Hochwasser nimmt den Anwohnern aber auch eine sogenannte Ablaufleitung zur Ohre, die im Zuge der Bauarbeiten gleich mit verlegt wurde.

Zudem hat der Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverband während der Bauphase gleich ein neues Trinkwassersystem in diesem Bereich in Auftrag gegeben, wurde die Leitung zur Vorflut gleich mit erneuert.

Der neue Gehweg war nicht die einzige frohe Botschaft, die Bürgermeister Martin Stichnoth verkünden konnte. So informierte er darüber, dass auch die Sanierungsarbeiten an der Küchenhornstraße kurz vor der Vollendung stehen.

Das trifft ebenfalls für den Weg zum Moortalsee und für Teile der Hauptstraße in Farsleben zu. Im Jahr 2015 sollen dann unter anderem die Hochwasserschäden in der Wolmirstedter und in der Rothenseer Straße in Glindenberg beseitigt werden.

"Bis heute wurden Bescheide in Höhe von 1,2 Millionen Euro zur Beseitigung der Hochwasserschäden an die Stadt Wolmirstedt ausgereicht", so Bürgermeister Stichnoth.