Die Mitglieder des Gemeinderates der Niederen Börde haben einer Vereinbarung zugestimmt, die es im nächsten Jahr möglich macht, dass Schüler aus Hillersleben in Samswegen zur Schule gehen.

Samswegen l Künftig sollen Grundschüler aus Hillersleben, einem Ortsteil der Gemeinde Westheide, auch in Samswegen zur Schule gehen können. Das haben die Mitglieder des Gemeinderates der Niederen Börde in ihrer letzten Sitzung dieses Jahres am Dienstag beschlossen. Grundlage für diesen Entschluss ist die Schließung der Grundschule in Hillersleben zum Ende des laufenden Schuljahres 2014/2015.

Wie Daniela Baars, Leiterin der Sozialverwaltung der Niederen Börde erklärt, sollen Eltern aus Hillersleben ab dem kommenden Jahr wählen können, ob sie ihre Kinder in Haldensleben oder Samswegen beschulen lassen wollen. Dazu muss eine Grundschulvereinbarung zwischen der Gemeinde Niederen Börde und der Verbandsgemeinde Elbe-Heide, zu der die Gemeinde Westheide gehört, geschlossen werden. Einstimmig gaben die Gemeinderatsmitglieder für die von der Verwaltung bereits ausgearbeitete Zweckvereinbarung ihre Zustimmung.

Darin ist unter anderem festgelegt, dass die Verbandsgemeinde Elbe-Heide der Gemeinde Niedere Börde anteilig alle auf "ihre" Schüler entfallenden Kosten übernimmt. "Diese anfallenden Sachkosten, wie zum Beispiel für die Kopiererausstattung, werden entsprechend der Kinderzahl pro Kopf berechnet. Das passiert aber erst, wenn wirklich Schüler zu uns nach Samswegen kommen", erläutert Daniela Baars. Erste Anfragen von Eltern aus Hillersleben hätte es schon gegeben. Noch sei aber Zeit. "Zuerst muss der Kreistag einen weiteren Beschluss fassen, der auf diese Vereinbarung folgt", sagt Daniela Baars.

Dieser Beschluss betrifft die Festlegung der Schulbezirke für die Grundschulen in der Niederen Börde. Der Bezirk soll um die Ortschaft Hillersleben erweitert werden. "Wir müssen mit einem Schulbusplan sicherstellen, dass die Kinder aus dem Ort auch nach Samswegen kommen. Ansonsten müssten sich die jeweiligen Eltern um die Anfahrt kümmern", erläutert Daniela Baars. Der Gemeinderat der Niederen Börde hat der Änderung der Schulbezirke bereits zugestimmt.

Ein Kind aus Hillersleben geht allerdings bereits auf die Samsweger Grundschule "Am Heiderand", teilt Daniela Baars mit. "Dieses Kind hat eine Ausnahmegenehmigung vom Schulamt erhalten. Mit der Grundschulvereinbarung zwischen den beiden Gemeinden wären solche Genehmigungen dann nicht mehr nötig."

Dass die Wahl des Schul- standortes auf Samswegen fiel, hat laut Daniela Baars mit der Nähe zu Hillersleben zu tun. Rund sechs Kilometer sind die beiden Ortschaften voneinander entfernt. "Die zweite Möglichkeit wäre die Grundschule in Dahlenwarsleben gewesen, aber die ist schon ziemlich ausgelastet und außerdem weiter weg." Für die Schulstandortsicherung und die Einhaltung der Mindestschülerzahl sei Samswegen die bessere Wahl.

Auch Samswegens Ortsbürgermeister Burkhard Wohlfahrt (CDU) freue sich darüber, im kommenden Jahr eventuell neue Schüler begrüßen zu können: "Es kann für uns nur gut sein, wenn unsere Schule besser ausgelastet wird", sagte er während der Gemeinderatssitzung am Dienstag.