In Meitzendorf soll ein Gemeindezentrum entstehen. Es soll sich über die Liegenschaften Lange Straße 2 und 8 erstrecken. Über das Programm LEADER der Europäischen Union sind dafür Fördermittel beantragt, ließ Vize-Bürgermeister Jörg Meseberg jüngst im Rahmen einer Einwohnerinformation wissen.

Meitzendorf. Nicht einmal der Teilabriss des Gebäudeensembles in der Langen Straße steht noch zur Debatte. Es soll in seiner Gesamtheit erhalten bleiben und Jugendclub, Heimatstube, weiteren Ausstellungsräumen, Dorfbibliothek sowie Einzelhandelsgeschäften Platz bieten. Das die Nummer acht betreffende Gedankenspiel galt sowieso als umstritten, schließlich handelt es sich um eine acht Jahre alte Vorgabe aus dem Gebietsänderungsvertrag zur Bildung der Einheitsheitsgemeinde Barleben. An ihr wird nicht gerüttelt. Nachdem zwecks Sanierung nach Privatinvestoren gesucht wurde und die Suche ergebnislos blieb, tritt nun der gemeindliche Eigenbetrieb als Investor auf. Der möchte zur Realisierung des Vorhabens auf Fördermittel der EU zurückgreifen. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. "Baubeginn ist bei Ausreichung der Fördermittel", so Bürgermeister-Stellvertreter Jörg Meseberg auf der kürzlichen Einwohner-Information.

Das von einem bördetypischen Torbogen geschückte Hofensemble besteht aus Haupt- und Nebengebäuden. Das Hauptgebäude ist ein ehemaliges Großbauernhaus. Zu DDR-Zeiten wurde es als Schule genutzt, später als Mietshaus. Die noch selbständige Gemeinde Meitzendorf hatte das Objekt nach der Wende teilsaniert (Heizung und Fenster). Was das gesamte Quartier anbelangt, sollte auf der Südseite die Heimatstube ihre Fertigstellung finden, Kids- und Jugendklub an dieser Stelle erhalten bleiben, ebenso die dortigen Einkaufsmöglichkeiten. "Die Gestaltung des Gesamtkomplexes hatte das ortsansässige Ingenieurbüro Seidel & Nehrkorn auf dem Tisch", so Meseberg.