Jersleben/Elbeu (mfl). Bei einer Schiffshavarie mit Ölverlust ist rasche Hilfe von Nöten, um Menschen und Umwelt zu schützen. Aus diesem Grund führten die Freiwilligen Feuerwehren aus Wolmirstedt, Jersleben und Samswegen am Sonnabend eine gemeinsame Rettungsübung durch, bei der die Errichtung von Ölsperren und die Wasserentnahme aus offenem Gewässer im Mittelpunkt standen.

Nach einer theoretischen Unterweisung im Feuerwehrhaus in Jersleben, machten sich die 34 Kameradinnen und Kameraden auf den Weg zum alten Bootshaus in Elbeu. Am Mittellandkanal fand die Übung unter der Führung von Jerslebens Ortswehrleiter Steffen Wetterau statt. Im Einsatz waren die Boote der Wasserwehr Wolmirstedt und der Feuerwehr Jersleben.

Die Ölsperre aus Samswegen wurde zu einem Drittel mit Wasser und zu zwei Dritteln mit Druckluft gefüllt. Mit dem Boot wurde die Sperre mehrere Meter auf das Wasser gezogen. Ähnlich kann auch eine Behelfsölsperre aus drei B-Schläuchen eingesetzt werden. Sie sind ebenfalls mit Wasser und Luft gefüllt, müssen aber zusätzlich mit Arbeitsleim verklebt werden. Auch diese Möglichkeit wurde geübt.

Eine weitere Station war die Wasserentnahme aus offenem Gewässer. Durch den Monitorwagen mit großer Spritze können so rund 1600 Liter pro Minute gefördert werden. "Das wäre bei einem Schiffsbrand notwendig", meinte Enrico Rolle, Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wolmirstedt. Bei einem Ernstfall kann dies Leben retten. Auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Niedere Börde, Erika Tholotowsky, und die zuständige Leiterin der Ordnungs- und Sozialverwaltung, Daniela Baars, waren bei dem Einsatz anwesend. Tholotowsky bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und lobte die gute Zusammenarbeit der Wehren aus zwei Kommunen.