Von Karl-Heinz Klappoth

Barleben. Für den 6. Februar lädt der NABU zu einer Exkursion in den Wald östlich des Barleber Sees, dem sogenannten "Barleber Busch" ein. Der Treffpunkt ist der S-Bahn-Haltepunkt Barleber See. Die Exkursion beginnt um 9 Uhr und dauert etwa zwei Stunden.

Wie von Jörg Brämer zu erfahren war, wurde das Waldgebiet erst in den 50er Jahren auf Rekultivierungsflächen und Abbau-Restflächen zwischen dem Barleber See und der Eisenbahnlinie Magdeburg - Stendal angelegt. "Die Erstbepflanzung erfolgte seinerzeit mit Pappeln, Eschen, Ahorn und anderen Laubbaumarten. In den folgenden Jahrzehnten aber dominierten die Pappeln das Waldbild. Die Eschen und Ahornbäume kamen erst zur Entfaltung, nachdem ein Teil der Pappeln entnommen wurde." Das änderte sich vor zwei Jahren, denn da wurde der Waldbestand noch einmal durchforstet. Jetzt sind nur noch an wenigen Stellen größere Pappeln im Bestand dominierend. Das Waldbild wird jetzt überwiegend von Bergahorn und Gemeiner Esche geprägt. "Allerdings", darauf macht Jörg Brämer aufmerksam, "ist das Holz auf Grund der über Jahrzehnte vernachlässigten Pflege von minderwertiger Qualität, jedenfalls aus ökonomischer Sicht. Für den Naturschutz hat dieser relativ kleine Wald jedoch eine durchaus nicht zu unterschätzende Bedeutung." Die Höhe der Bäume genügt inzwischen auch den Rotmilanen und Mäusebussarden zum Bau ihrer Horste.

Die NABU-Gruppe Barleben hatte sich deshalb vor Jahren gemeinsam mit der NABU-Gruppe Magdeburg um den Kauf von Teilen dieses Waldes bemüht. Im Vorjahr ergab sich die Chance, eine Teilfläche in einer Größe von 3,7 Hektar zu erwerben. Es handelt sich um den Teil, der am nahesten an Barleben liegt. Deshalb entschlossen sich die Vorstände der beiden NABU-Gruppen diese Fläche zu kaufen.

In nächster Zukunft sollen die Ideen für die weitere Nutzung und Pflege entwickelt werden. "Eines ist jedoch jetzt schon klar: Die Nutzung und Pflege dieses Waldes soll nicht in erster Linie auf einen maximalen finanziellen Nutzen ausgerichtet werden, sondern auf den optimalen Arten- und Biotopschutz sowie auf die Nutzung für Umweltbildung", betont Jörg Brämer und wiederholt seine Einladung zur Wanderung .