Auch wenn die Niedere Börde einmal mehr ihr eigenes Süppchen kochte, so schmeckte sie dennoch allen 60 Gästen, die am Freitag zum 4. Koch-Event in die Sekundarschule nach Barleben kamen.

Barleben. "Und es war nicht nur die Suppe, die allen richtig gut gemundet hat. Das Vier-Gänge-Menü, das an einem erhitzen Nachmittag zubereitet und nach 18 Uhr in der festlich dekorierten Aula serviert wurde, war mehr als nur ein kulinarischer Leckerbissen." Und Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff räumt gleich mit einem weiteren Vorurteil auf: "Von wegen, 60 Köche verderben den Brei. Im Gegenteil, was hier in nicht einmal vier Stunden letztlich für einen guten Zweck kre- iert wurde, das verdient nicht nur einen Stern."

Der gute Zweck des Benefizkochens – denn bei aller Geselligkeit, allein darum geht es seit nunmehr vier Jahren – blieb auch diesmal bis zum Schluss der Veranstaltung ein gut gehütetes Geheimnis. Denn erst als das leckere Dessert verköstigt, die Spendenbox satt gefüllt war, lüftete Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff das Geheimnis: "Der Reinerlös der Spenden geht an die Aktion ,Rasenstück für Kinderglück‘."

Nicht weniger als 1375 Euro kamen zusammen, die die bestens "versorgten" Gäste gern für einen durchweg leckeren Abend zahlten. Und die nun Ingolf Nitschke, Vorsitzender des FSV Barleben, für seinen Fußballnachwuchs ausgeben darf. Der völlig überraschte Vorsitzende verriet, dass das Geld gezielt in einen neuen Kunstrasenplatz investiert werden soll. "Der alte Schotterplatz soll in einen Hochkaräter verwandelt werden, wo die kleinen Kicker das ganze Jahr über dem runden Leder nachjagen können."

Was zu später Stunde so schmackvoll ausklang, wurde gewissermaßen um 14 Uhr "angerührt". Denn da trafen sich die (Koch)Teams. Neben den Routiniers Erika Tholotowsky, Bürgermeisterin der Niederen Börde, die mit ihrer Mannschaft für die Suppe verantwortlich war, und Franz Keindorff (Vorspeise), standen diesmal auch Frank Wichmann (Dessert), Geschäftsführer des WWAZ, und Thomas Schmette, Bürgermeister der Gemeinde Elbe-Heide mit an der Herdplatte. Das Kochteam um Thomas Schmette hatte den wohl schwersten Part, kredenzte das Hauptgericht – Straußenfilet an Wacholdersauce und Süßkartoffelpüree. Sehenswert war auch die Dekoration: Aula und Eingangsbereich versprühten – passend zum Menü – afrikanisches Flair. Die Aufgabe hatten übrigens Schüler, Eltern und Lehrer der Schule übernommen.

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