Der Zielitzer Gemeinderat beschloss auf seiner Februarsitzung nach eingehender Diskussion in erster Lesung den Haushalt für das Jahr 2011 (Volksstimme berichtete). Das Zahlenwerk ist in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen, sowohl im Verwaltungs-, als auch im Vermögenshaushalt.

Zielitz. Es war eine der letzten Amtshandlungen von Kämmerin Christine Rößler, die inzwischen ihren Vorruhestand angetreten hat. Sie stellte den Gemeinderatsmitgliedern den Haushaltsentwurf vor. Dabei konnte sie gleich zu Beginn eine sehr erfreuliche Nachricht verkünden. "Nach der vorläufigen Abrechnung des Haushaltes für das Jahr 2010 hat sich der Bestand der Rücklage auf rund zwei Millionen Euro erhöht."

Mit diesem Polster im Rücken ließ es sich gut über die angestrebten Vorhaben im Haushaltsjahr 2011 diskutieren. Allerdings gab es auch negative Nachrichten. So sind für einige Fördermittelanträge, beispielsweise die Sanierung des Schricker Dorfteiches, inzwischen Ablehnungen eingegangen.

Fördermittel wurden auch für diverse Straßenbaumaßnahmen beantragt. "Diese Haushaltspositionen werden bis zum Vorliegen der Bewilligungsbescheide mit einem Sperrvermerk versehen", machte Bürgermeister Dyrk Ruffer deutlich.

Er schlug dem Gemeinderat vor, in den Haushalt Mittel für die Zielitzer Wohnungsgesellschaft (ZWG) einzustellen, bei der die Gemeinde Gesellschafter ist. Die ZWG soll damit in die Lage versetzt werden, punktuell Sanierungsmaßnahmen auszuführen, um qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Die dafür eingestellten 250 000 Euro werden aber ebenfalls noch mit einem Sperrvermerk versehen. Die ZWG soll dem Rat über die Mittelverwendung ein Konzept vorlegen.

Wichtigstes Investitionsvorhaben im laufenden Jahr ist der Beginn der Arbeiten zum Umbau der ehemaligen Schulturnhalle zu einem Dorftheater. Dieses ehrgeizige Vorhaben soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Größte Ausgabepositionen im Verwaltungshaushalt sind die Kreisumlage, die zwar geringer als im Vorjahr, aber mit 1 129 200 Euro doch recht stattlich ausfällt und die Umlage an die Verbandsgemeinde Elbe-Heide mit 983 400 Euro. Dennoch können 257 700 Euro an den Vermögenshaushalt überwiesen werden.