Der Ästhetikraum der Gerhard-Schöne-Schule soll neu gestaltet werden. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Freies Gestalten" und die Schüler der Oberstufe 2 haben bereits klare Vorstellungen. Allein das Geld fehlt noch. Und deshalb haben sich die Schüler um die Teilnahme am Projekt "Ideen machen Schule" von Volksstimme und PSD Bank Braunschweig beworben.

Wolmirstedt. "Wenn es nach den Schülern ginge, dann könnten wir jeden Tag etwas an der Schule verändern", erläutert die stellvertretende Schulleiterin Silvia Wöhe-Weise. "Als die Mitglieder der AG ,Freies Gestalten‘ im August 2010 mit der Idee kamen, eine Wand des Ästhetikzimmers an unserer Einrichtung mit einem großen Wandfries zu gestalten, waren wir im Kollegium von der Aktion hellauf begeistert. " Die kreativen Ideen, die die Mädchen und Jungen der Schule für Geistigbehinderte entwickelten, und zu Papier brachten, fanden bei allen Zuspruch. So gestalteten die Schüler im Vorfeld aus Hunderten Puzzleteilen, alle eigenhändig auf Pappe gemalt und ausgeschnitten, eine riesige Wasserschlange und verschiedene Fische. Doch ein Problem ließ irgendwann die Arbeit am Original stocken – die Finanzierung.

Also wurde das Vorhaben, wie so viele, erst einmal zur Seite gelegt, geriet das Wandbild ein wenig in Vergessenheit. Bis die stellvertretende Schulleiterin vor wenigen Tagen in der Volksstimme von dem Projekt "Ideen machen Schulen" erfuhr. "Ein tolles Projekt, wie ich finde, das die Zeitung und PSD Bank Braunschweig auf den Weg gebracht haben", schwärmt Silvia Wöhe-Weise, "denn mit etwas Glück können wir vielleicht doch unser Wandfries gestalten."

Denn an diesem Projekt können sich Schulen aus Sachsen-Anhalt und Teilen von Niedersachsen beteiligen. Und die zehn besten und kreativsten Projekt-Ideen werden mit jeweils maximal 4000 Euro gefördert.

An das Geld sind allerdings Bedingungen geknüpft, doch da ist den Schülern nicht bange. Sie müssen nicht nur Ideenträger sein, die Kinder müssen auch aktiv an der Umsetzung beteiligt sein.

Wie die stellvertretende Schulleiterin Wöhe-Weise verriet – warten die Schüler nur darauf, endlich anfangen zu können. Die Pädagogin aber gibt zu bedenken, dass der Zeitrahmen bei Arbeiten geistig behinderter Menschen etwas großzügig bemessen sein muss. "Sollten wir zu den Preisträgern gehören, das ist versprochen, wird nicht nur das Wandfries zu Weihnachten im Ästhetikraum eingeweiht. Wir werden zeitgleich damit beginnen, noch eine zweite große Wand in der Schule zu gestalten, mit einem übergroßen Lebensbaum." Auch die Anwort auf die Frage, warum dem Kollegium dieses Projekt so wichtig ist, blieb Frau Wöhe-Weise nicht schuldig: "Mit dieser künstlerischen Arbeit werden die motorischen Fähigkeiten, das Wahrnehmungsempfinden und das ästhetische Empfinden der Schüler weiter ausgeprägt. Na, und der Schule steht so ein tolles Wandfries auch gut zu Gesicht."