Wolmirstedt. Bereits zum neunten Mal lud der Rotary-Club Haldensleben Schüler der 9. Klassen zur Berufsorientierung ein. Viele Jugendliche kamen in Begleitung ihrer Eltern. Schulleiter Helmut Thiel bedankte sich zu Beginn bei den Rotariern für die langjährige und hilfreiche Partnerschaft. "Wenn ich mir die Lehrstellensituation unserer Zehntklässler ansehe, hätten wir eine solche Veranstaltung gar nicht nötig. Aber wir wollen, dass alle den richtigen Beruf wählen. Im Handel zum Beispiel, brechen fast 50 Prozent die Ausbildung nach einem Jahr ab. Das möchte ich den Gutenberg-Schülern gern ersparen."

Da war es schon sehr hilfreich, dass die Schüler anschließend praktisch auf Augenhöhe mit Leuten ins Gespräch kamen, die einmal ihre Arbeitgeber werden könnten. Die Rotarier, gestandene Handwerksmeister, Unternehmer, Geschäftsführer oder leitende Angestellte, hatten sich dazu in vier Gruppen geteilt.

Soziales Engagement

Hier wurden Berufe in Handel, Gastronomie und Wirtschaft, Umwelt, Landwirtschaft und Bau, Finanzen und Versicherungen sowie die Ausbildungsmöglichkeiten im Kaliwerk Zielitz vorgestellt. Erstmals nahm auch die Telekom die Gelegenheit zur Berufsvorstellung wahr.

Nebenganz praktischen Hinweisen zu den Bewerbungsunterlagen und Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch im Betrieb, gab es auch wertvolle Tipps zur Stressbewältigung.

Rotary-PräsidentNicolaus von Zitzewitz betonte zudem, dass neben guten Noten auch soziales Engagement oder sportliche Betätigung sowie Mitgliedschaft in Vereinen gut ankommen. "Sie müssen alle Fäden verknüpfen, um sich als Persönlichkeit zu präsentieren." Wie das praktisch aussehen könnte, wurde dann in kleinen Rollenspielen gezeigt.

SophieBarth aus Wolmirstedt möchte Bankkauffrau werden, Fabian Müller aus Mose Industriemechaniker, Julius Leidenroth Chemikant und Florian Siegmann aus Klein Ammensleben Immobilienkaufmann. Sie alle trauten sich, mit den Rotariern ein Vorstellungsgespräch zu simulieren. Viel Lob bekam Fabian, der im möglichen Ausbildungsbetrieb bereits zwei Praktika gemacht und sich viel Wissen über seinen Traumberuf angeeignet hat sowie sich später weiterbilden möchte. "Ich hätte dich jedenfalls genommen", lobte Peter Dehne, Manager der Bosch GmbH.