Eine stählerne Raumkante soll die alte Bebauung am Breiteweg inklusive der bördetypischen Torbögen andeuten. Sie soll den öffentlichen Verkehrsraum (die neue Ortsmagistrale) von den beiden Einkaufsmärkten abtrennen. Ihre Errichtung schien schon passé. Bis zur 950-Jahrfeier wird sie nun doch aufgestellt – in einer kostenmäßig abgespeckten Ausführung.

Barleben. Auf das Stück Torte müsse nicht noch Schlagsahne gegeben werden. Fred Frome aus dem Ortsteil Meitzendorf vertrat diese Ansicht vor geraumer Zeit in einer Versammlung. Er sah für den Edelstahlzaun in Barlebens neuer Mitte, der den Parkplatz vor den beiden Einkaufsmärkten vom Breiteweg abschirmen soll, keine Notwendigkeit. Das Geld sollte seiner Ansicht nach lieber für andere Zwecke eingesetzt werden...

Nach fünfjährigem Hin und Her wird die Raumkante nun doch errichtet, und zwar in einer kostenseitig optimierten Ausführung. Ihr Aufbau soll bis zum Herbst abgeschlossen sein, um anschließend mit der Bepflanzung der Zaunelemente beginnen zu können. Bis zur 950-Jahrfeier Barlebens im nächsten Jahr soll sich die Raumkante dann vollflächig berankt präsentieren.

Dem Ortschaftsrat wurde in der Vorwoche die abgespeckte Variante des in Kassel entwickelten Zaunsystems vorgestellt. Die Grundzüge des Ursprungsentwurfes bleiben erhalten. Das Zaunsystem bleibt im Prinzip hundert Meter lang. Am höchsten Punkt ragt es 4,50 Meter auf, am tiefsten 1,50 Meter. Anfänglich sollte es unter Einbindung eines Informationspunktes rund 350000 Euro kosten. Das Terminal mit Monitor fällt weg. Verzichtet wird auf die kostenintensive vollflächige Verfüllung einzelner Zaunfelder. Stattdessen werden in die Zwischenräume Rundstäbe oder Stahlseile eingesetzt. Durch die Materialminimierung sind die Herstellungskosten inzwischen bei einem Umfang von rund 180 000 Euro angelangt. Nach dem Willen der Ortschaftsräte sollen die Kosten für die Anfertigung der Raumkante durch Reduzierung ihrer Höhe – unter Beibehaltung des von den Designern erdachten Gesamtbildes – noch weiter abgesenkt werden. Ortsbürgermeister Horst Blume und andere Ortschaftsräte brachten die finanzielle Beteiligung der beiden Einkaufsmärkte an dem Zaunsystem ins Gespräch.