Wolmirstedt. "Mens sana in corpore sano". Auch wenn an der Leibniz-Sekundarschule kein Latein unterrichtet wird, so kennt doch jeder der Schüler diesen Satz: "Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper". Grit Sporleder und Gitta Bleschert, Sportlehrerinnen an der Leibnizschule, lassen nichts unversucht, dass dieser Ausspruch des römischen Dichters Juvenal (60-140 n.Chr.) an ihrer Einrichtung aber auch gar nichts an Aktualität verliert. So gehört es zur Tradition, dass Jahr für Jahr der stärkste Schüler (und dies unter größtmöglicher Beteiligung) ermittelt wird.

Getoppt wird dieser athletische Höhepunkt nur noch durch das alljährliche Sportfest im Küchenhorn. Fast vollzählig treten die Schüler (selbst die Zehntklässler) zum leichtathletischen Wettstreit an. So geschehen gestern Vormittag bei idealen Bedingungen. Das Küchenhorn erstrahlte einmal mehr in einem Meer von "Rot" – der traditionellen Farbe der Schule. Grit Sporleder sprach vor dem ersten Startschuss sogar von rekordverdächtigem Wetter. Und nimmt man nur die Leistung von Marie-Christin Fischer, 8. Klasse, die es im Dreikampf – 75-Meter-Lauf, Kugelstoßen, Weitsprung – auf 1150 Punkte brachte, dabei nicht einmal ihre Spikes anzog, so nötigt diese Respekt ab. Doch auch die Jungen standen dem in nichts nach. Dennis Krüger zum Beispiel, 5. Klasse, setzte seinen weitesten Sprung bei 4,21 Meter in die Grube.

"Doch es wurden nicht die einzelnen Leistungen gewertet, alle zum Dreikampf gehörenden Disziplinen wurden addiert", erläuterte Gitta Bleschert. Die 5. und 6. Klassen liefen die 50 Meter, warfen den Schlagball und sprangen weit. Die 7. und 8. Klasse stieß die Kugel, absolvierte einen 75-Meter-Lauf, als dritte Disziplin stand Weitsprung an. Die Schüler der 9. Klasse hatten das gleiche Programm, gingen allerdings über 100 Meter an den Start. Die Schülerinnen der Zehnten halfen als Wettkampfrichter, wie auch fünf ehemalige Lehrer, die Jungs spielten Fußball gegeneinander.

Der absolute Höhepunkt am gestrigen Vormittag aber war die große Abschlussstaffel. Jede Klasse stellte eine Mannschaft, und auch die Lehrer gaben im bestens Sinne des Wortes eine gute Figur ab. Das kam übrigens gut an bei den Schülern.

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