Mit welchen Investitionen können die Bebertaler in diesem Haushaltsjahr rechnen ? Drei Projekte gelten als sicher, da diese den Maßgaben der Einheitsgemeinde Hohe Börde für Investitionen im Haushaltjahr 2010 entsprechen. Einige Wünsche bleiben aber offen.

Bebertal. Am Ende des Geldes bleiben die Wünsche. Das könnte für das Projekt Dachsanierung in der Grundschule gelten. Eigentlich müsste das gesamte Flachdach mit Hauptgebäude des in den 80 er Jahren gebauten Komplexes saniert werden. Doch das Geld reicht nur für eine neue Wärmedämmung und die Dacherneuerung auf dem Mehrzweckraum und auf dem Verbindungsgebäude zum Haupttrakt.

Neues Dach und Wärmedämmung

Finanziert wird das 28 000 Euro teure Projekt zu 87, 5 Prozent aus dem speziell für Schulen aufgelegten Förderprogramm des Konjunkturpaketes II. Den Rest trägt die Gemeinde. Da die Finanzierung mit Förder- und Eigenmitteln als eine wesentliche Maßgabe für die Realisierung von Investitionen in der Hohen Börde steht, dürfte das Vorhaben an der Grundschule auch nicht mehr aus dem Haushalt der Einheitsgemeinde fliegen.

Gleiches gilt auch der Fortführung des Ausbaus der Wellenbergstraße im Ortsteil Dönstedt. Denn : Maßnahmen, die 2009 begonnen und in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen, gelten als unumgänglich und verbleiben im Investitionshaushalt ( Vermögenshaushalt ) der Gemeinde Hohe Börde.

In der Wellenbergstraße bauen Gemeinde und Abwasserverband gemeinsam den Straßenabschnitt zwischen der Beberbrücke und der Dönstedter Kirche aus. Laut Angaben des Bauamtes Hohe Börde ist der Abwasserbau zu etwa zwei Dritteln fertig, die Gemeinde hat bisher etwa die Hälfte ihrer Baumaßnahmen abgeschlossen. Nach der Verlegung der Schmutzwasserkanäle baut die Gemeinde eine neue Fahrbahn. Gehwege und Grundstückszufahrten waren bereits früher ausgebaut worden. Bisher liegt neues Betonpflaster auf der Fahrbahn zwischen Beberbrücke und dem Sandsteinbrunnen in Höhe des Grundstücks Hunger. " Wir hoffen nun, dass die Temperaturen weiter steigen, und wir bald wieder loslegen können ", sagte gestern der stellvertretende Bauamtsleiter Rüdiger Schmidt.

Dritte sichere Investition ist die Installation einer Abgas-Absauganlage im Feuerwehrhaus. Sie gilt als so genannte unabweisbare Haushaltsausgabe. Unabweisbare Ausgaben sind die dritte mögliche Maßgabe, damit Investitionen im Haushalt der Gemeinde berücksichtigt werden. Die Unabweisbarkeit der Bebertaler Absauganlage weist eine Auflage der Feuerwehrunfallkasse nach.

Einige Wünsche bleiben unerfüllt

Unabhängig von den gemeindlichen Investitionen wird der Abwasserverband 2010 in der Straße " Zur Zollstange ", einschließlich der Stichstraße " Am Thie ", Schmutzwasserkanäle verlegen. Damit wäre das Schmutzwassernetz von Bebertal komplett.

Weitere Wünsche wären unter anderem ein Anbau an die Turnhalle im Dorfgemeinschaftshaus sowie die Verwirklichung des Projektes " Sanierung Amtsgarten ". Der Anbau soll die angespannten Lagerkapazitäten für die Sportgeräte der Grundschule entschärfen. Das Projekt Amtsgarten soll dem Naturdenkmal an der Beber wieder zu Glanz verhelfen. Hier stehen einige der mächtigsten Bäume des ganzen Landkreises. Für beide Projekte ist eine Finanzierung aber derzeit nicht möglich.