Barleben. Als "Waldfüchse" wollen sieben große Mädchen und Jungen der Kita "Gut Arnstedt" sich in den kommenden einen Namen machen. Das heißt, die Vorschulkinder der "Blauen Gruppe" der Kita "Gut Arnstedt" werden schlaue "Waldfüchse". Und bereits die erste Aktion verlief überaus erfolgreich: Auf dem naturbelassenen Grundstück wurden gestern drei Nistkästen angebracht, die die Vorschulkinder zuvor selbst gefertigt hatten.

Die kleinen Barleber gehören damit zu der großen Schar an Kindern in ganz Sachsen-Anhalt, die an einem Projekt des Landesverbandes der "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald" (SDW) teilnehmen. Zu verdanken haben es die Kinder ihrer Kita-Leiterin Meike Geyer, die beim SDW nachgefragt und Hilfe geholt hat. Damit die sieben künftigen Abc-Schützen noch vor Schulbeginn "reif für den Wald" werden.

"Für Kinder in den frühen Lebensjahren ist es besonders wichtig, positive Erfahrungen mit der Natur und dem Leben in der Natur vermittelt zu bekommen", erläuterte Wolfgang Grönwald, der im Waldpädagogischen Zentrum in Magdeburg arbeitet und in Barleben mit ins Boot geholt wurde, "denn wer in der Kindheit einen positiven Bezug zur Natur aufbauen konnte, wird auch als Erwachsener verantwortungsbewusst mit ihr umgehen."

Erzieherin Joanna Steinert ist, wie auch ihre Schützlinge, durchweg angetan von dieser Wald-Geschichte. Deshalb wird sie in den nächsten Wochen mindestens achtmal mit den künftigen Grundschülern entweder auf dem Gelände der Einrichtung unterwegs sein oder in den Wald gehen. Wie die Erzieherin verriet, sollen bei den einzelnen Projekten Naturerfahrungen gesammelt werden, "in Anlehnung an das ökologische Konzept unserer Einrichtung". Konkret heißt dies, die Natur soll erlebbar werden, wobei die Kinder gleichzeitig für den Natur- und Umweltschutz sensibilisiert werden.

In der Praxis sieht das so aus, dass die Kinder einen "Hochsitz " inspizieren, Pflanzen und Bäume lernen zu bestimmen… "Und wenn sich der Frühling auftut, werden wir auch Beeren sammeln", versichert Joanna Steinert.

Doch auch die künftigen "Waldfüchse" haben bereits konkrete Vorstellungen, wollen zum Beispiel wissen, wie ein Baum trinkt, aber auch wieviel Leben in einer Handvoll Waldboden steckt. Die Erzieherin ist sich absolut sicher, noch bevor die Kleinen das erste Mal den Ranzen schnüren, wissen sie auf alles eine Antwort.