Groß Ammensleben. Der Fahrplan für den Haushalt der Einheitsgemeinde Niedere Börde für 2011 ist festgeschrieben. Am 25. Januar zum Hauptausschuss lag das umfangreiche Zahlenwerk den Gemeinderäten erstmals vor. Zu später Stunde verständigte man sich über Eckzahlen, die den Verwaltungshaushalt betreffen, diskutierte auch über mögliche Investitionen, die im Vermögenshaushalt festgeschrieben werden sollen.

Bürgermeisterin Erika Tholotowsky wollte daher auch nicht von der ersten Lesung sprechen, denn "wir haben uns an diesem Abend sehr lange und durchaus konstruktiv ausgetauscht. Spätestens am 8. Februar wird es konkreter, wenn der Hauptausschuss das nächste Mal berät. Dann wollen wir nämlich über endgültige Zahlen, so wie sie der Haushalt hergibt, sprechen."

Diesen Termin, so sieht es die Bürgermeisterin, wird auch die erste ernsthafte Nagelprobe für den neuen Haushalt sein. Bis dato werden sich dann auch die Ortschaftsräte mit dem umfangreichen Zahlenwerk beschäftigt haben, wissen, was auf ihre Ortschaft zukommt, was an Investitionen möglich ist.

Gestern Abend traf sich der Ortschaftsrat von Dahlenwarsleben, am 31. Januar tagt man in Klein Ammensleben, am 1. Februar sitzen die Ortschaftsräte in Gutenswegen. Jersleben Vahldorf und Groß Ammensleben über dem Haushalt zusammen. In Meseberg und Samswegen wird sich am 2. Februar damit auseinandergesetzt.

Erika Tholotowsky ist sich dennoch ziemlich sicher, dass noch im Februar, jedoch spätestens im März der Haushalt für dieses Jahr verabschiedet werden kann.

Das sind die aktuellen Zahlen: Im Vermögenshaushalt werden 1,102.5 Millionen Euro bereitgestellt, der Verwaltungshaushaushalt beläuft sich auf der Einahmenseite bei 8,2 Millionen Euro. Dagegen sind es bei den Ausgaben knapp neun Millionen. Das heißt, der Sollfehlbetrag für 2011 beläuft sich in der Einheitsgemeinde auf 800 000 Euro. Das bedeutet, auch künftig verstärkt zu sparen, um den Haushalt zu konsolidieren.

Dennoch hofft die Bürgermeisterin auf eine weitere Wertsteigerung, zumindestens, was den Vermögenshaushalt betrifft und nennt dafür zwei Beispiele:

"So wollen wir die Daukuhle, eine Stichstraße in Samswegen, ausbauen", erläutert die Bürgermeisterin. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme belaufen sich auf 133 000 Euro, die Fördermittel würden, werden sie genehmigt, 71 000 betragen. Der Eigenanteil der Einheitsgemeinde beläuft sich auf 60 000 Euro.

Angedacht ist es in diesem Jahr (und bereits langfristig in der Planung), den Hermsdorfer Weg in Gersdorf grundhaft auszubauen. Wie die Bürgermeisterin nachdrücklich betont, "brennt der Einheitsgemeinde das Problem seit nunmehr vier Jahren unter den Nägeln, "und soll endlich einer Lösung zugeführt werden". Zwei Eckzahlen, die die Finanzen betreffen, stehen bereits fest: So werden sich die Baukosten auf 176 500 Euro belaufen, die Fördermittel, die beantragt sind, wären 96 000 Euro.

Das letzte Wort, ob und welche Eigenmittel bereitgestellt werden, aber haben die Gemeinderäte, nämlich dann, wenn es den Haushalt endgültig zu beschließen gilt.