Der Stadtrat trifft sich nicht immer nur im Ratssaal. Am Sonnabend hatte Carlo Hinze von der Farsleber Kiesgrube die Abgeordneten eingeladen, sich vor Ort ein Bild vom Betrieb zu machen und aus erster Hand Details zur geplanten Kiesgrubenerweiterung zu erfahren.

Farsleben. Die Gummistiefel hatten einige Stadträte vorsorglich im Gepäck. Doch statt Regen erwartete sie am Sonnabendvormittag strahlender Sonnenschein. Um elf Uhr machte sich eine Delegation von Stadt- sowie Ortschaftsräte aus Farsleben und Mose auf den Weg durch die Kiesgrube der Firma Papenburg am Standort Farsleben.

Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander : " Wir wollten die Gelegenheit nutzen, den neuen Stadträten die Firma zu zeigen und aus erster Hand Details zur geplanten Erweiterung erfahren. " Die gab es von Kiesgruben-Chef Carlo Hinze und Andreas Heilmann, der bei Papenburg für den Bereich Ost und damit den hiesigen Standort verantwortlich ist.

Bis 2011 soll die vorhandene Kiesgrube um ein 20 Hektar großes Areal erweitert werden. Dafür werden sieben Hektar Wald abgerodet. " Stattdessen werden, als Ausgleichsmaßnahme, zwölf Hektar Wald wieder aufgeforstet. Die Umweltbehörde legt fest, wo das passiert – nämlich im Bereich Hillersleben – und was gepflanzt werden muss ", erklärte Heilmann.

Die geplante Erweiterung hat auch Auswirkungen auf die Mitarbeiterzahlen. " Ohne diese Pläne wäre es schwierig gewesen, den langfristigen Erhalt der Arbeitsplätze zu sichern ", stellte Heilmann klar. So aber könne man die Zahl in den kommenden Jahren von 50 auf 55 Mitarbeiter aufstocken.

" Wichtige Unterstützer für das gesellschaftliche Leben in der Ortschaft Farsleben "

Bei einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen dankte Bürgermeister Zander den Firmenvertretern für die Transparenz in der Unternehmensführung. " Wir werden uns auch noch bei anderen Firmen umtun ", kündigte das Stadtoberhaupt an, dass dies nicht der letzte Ausflug des neuen Stadtrates gewesen ist.

Klaus Mewes ( UWG Farsleben ) nutzte die Gelegenheit, Carlo Hinze für die jahrelange Unterstützung des gesellschaftlichen Lebens in der Ortschaft Farsleben zu danken. So werden nicht nur der Kulturverein und die Feuerwehr, sondern auch der Kindergarten regelmäßig finanziell und materiell gefördert.

Derzeit läuft noch die Baumaßnahme auf dem Farsleber Sportplatz. Dort soll im kommenden Jahr eine neue Begegnungsstätte für Jung und Alt entstehen, die nicht nur die Möglichkeit für gemeinsamen Freizeitsport, sondern auch für geselliges Beisammensein bietet.