Wolmirstedt. Alle Jahre wieder gestalten die Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Gymnasiums ein Weihnachtskonzert. Um dem großen Besucherinteresse Herr zu werden, führen sie das Konzert an zwei Abenden hintereinander auf. Das war auch in diesem Jahr so und es zeigte sich, dass die Talente des Gymnasiums nicht schlummern, sondern längst zum Leben erweckt sind.

Viele sangesfreudige Schülerinnen und Schüler haben sich im Chor unter der Leitung von Jana Berfelde zusammen gefunden. Sie sangen Weihnachtslieder aus Polen, Frankreich, Italien und anderen Ländern der Welt. Zwischendrin erzählte Marco Echeverria, ein Austauschschüler aus dem mittelamerikanischen Honduras, wie in seiner Heimat Weihnachten gefeiert wird. " Wir stellen einen Weihnachtsbaum auf, der allerdings aus Plastik ist ", erklärte Marco, " darunter steht eine Krippe im Heu. Die Geschenke gibt es früh am 25. Dezember. "

An so einem großen Gymnasium wie dem Wolmirstedter gibt es aber nicht nur einen Chor. Musiklehrerin Ruth Quantz leitet einen Kammerchor, der beim Konzert ebenfalls beeindruckte.

Außerdem gestalteten jüngere Schüler unter der Leitung von Jana Berfelde ein Weihnachtsmusical, das überhaupt nicht besinnlich war. Ein Familienvater erbarmt sich nämlich alljährlich für den schrägsten Baum mit den wenigsten Nadeln und findet dafür bei seiner Familie wenig Zustimmung. Die anderen Familienmitglieder sind aber auch nicht ohne, denn sie lassen ihre Plätzchen anbrennen und verteilen diese dann im Publikum. Natürlich lag in der Schale, die tatsächlich im Publikum herumgereicht wurde, kein einziges Angebranntes. Alle Plätzchen waren nach Meinung der Besucher sehr lecker. Zu guter Letzt macht sich der Weihnachtsmann auch noch an Frau Holle heran, und all diese Annährungen und Zerwürfnisse sind musikalisch pfiffig umgesetzt.

Die älteren Schüler brauchen die Unterstützung ihrer Lehrer nicht mehr so sehr. Sie gehen eigene Wege und finden sich selbst zusammen, so wie Melissa Christ ( Gesang ) und Julia Jantos ( Klavier ). Julia begleitete übrigens nicht nur Melissa, sondern fast alle Darbietungen des Abends scheinbar mühelos auf dem Piano. Sie war wohl diejenige, die beim Konzert am meisten zu tun hatte und besonders für ihr Solostück bekam sie sehr viel Applaus.

Vito Hanné, Florian Orlowski, Peppo Ehreke und Lisa Burmeister haben sich zu einer Band zusammengefunden, gestalteten Musik mit Kontrabass, Schlagzeug und Gesang. Am Ende des gut zweistündigen Konzertes mit noch viel mehr Akteuren war klar : Das Publikum erlebte Musik auf einem hohen Niveau.