Wolmirstedt. Im Rahmen der Fortführung und Entwicklung der Innenstadtgestaltung empfiehlt die Stadtverwaltung entsprechend der Prioritätenliste die Neugestaltung der Samsweger Straße. Und zwar das Teilstück vom Kreisverkehr Geschwister-Scholl-Straße bis zum Boulevard. Geplant ist, diese mit 331 000 Euro geschätzte Maßnahme zu 100 Prozent über die Förderung der Altstadtsanierung zu finanzieren. Da die Samsweger Straße den überregionalen Verkehr von der früheren B 189 mit dem innerstädtischen Bereich verbindet und alle angebundenen Straßen bereits saniert sind, wird mit dem grundhaften Ausbau dieses Abschnittes eine Ausbaulücke geschlossen.

Der jetzige Zustand der Samsweger Straße, die in diesem Teilstück mit unterschiedlichen Materialien befestigt ist und Unebenheiten aufweist, macht einen grundhaften Ausbau notwendig. Vorgesehen ist, die Verkehrsinsel an der Einmündung der Straße zu belassen und die Zweifahrbahnführung bis zu dem unbefestigten Parkplatz beizubehalten. Dieser soll im Zuge der Baumaßnahme mit befestigt werden. Auch nach der Neugestaltung der Straße wird der Parkplatz gegenüber der Augenarztpraxis in beide Richtungen zu verlassen sein. Direkt dahinter greift allerdings die Einbahnstraßenregelung, die jetzt schon besteht.

Geplant ist die Fällung der zwei Birken, die laut Aussage des Planers Vogel vom zuständigen Büro MUTING in einem solch schlechten Zustand sind, dass sie beim Auskoffern der Straße nicht mehr zu halten seien. Als Ausgleich ist die Pflanzung neuer Bäume vorgesehen. Ebenfalls neu : Vor den Hausnummern 19, 20 und 21 sollen Parkbuchten errichtet werden. Im Zuge der Straßensanierung wird auch der Neubau des Regenwasserkanals auf einer Länge von 120 Metern favorisiert.

Die Fahrbahn soll mit braunbuntem Altstadtpflaster, die Parkstreifen mit anthrazitfarbigem Burgpflaster gestaltet werden. Sandfarbenes Telugapflaster ist für den Gehwegbereich vorgesehen. Stadtrat Albrecht Greiser ( SPD ) fragte im Bauausschuss, ob sich das Bürgersteigpflaster auch für die Absatzschuhe der darauf flanierenden Damen eigne, was vom Planer und den Vertretern des Bauamtes bejaht wurde. Armin Bartz, als berufener Bürger im Ausschuss, äußerte Bedenken bezüglich der Lautstärke, die entsteht, wenn Autos über Pflaster anstelle von Asphalt fahren. Bauamtsleiterin Sabine Bednorz erklärte, dass man für den Ausbau der Fahrbahn das gleiche Pflaster verwenden würde, wie es schon im Bereich hinter dem Rathaus zu finden ist. Bei diesem Pflaster sei keine erhöhte Lärmbelästigung aufgetreten und deshalb auch nach dem Ausbau des restlichen Straßenbereiches nicht zu erwarten.

Mit einer Enthaltung und mehrheitlicher Zustimmung empfahl der Bauausschuss die Beschlussvorlage in den Stadtrat.