Man nehme mehrere dänische Jugendliche, einen schuleigenen Kleinbus und eine Patenschaft zu einer Ganztagsschule in Wolmirstedt. Et voilà – das alljährliche Kochduett kann in die achte Runde gehen.

Wolmirstedt. Seit 2002 hat die Ganztagsschule Johannes Gutenberg eine Patenschaft mit einer Bildungseinrichtung in Dänemark. Seitdem findet jedes Jahr ein Austausch zwischen den Schulen statt. " Die Dänen besuchen uns jetzt zum vierten Mal. Auch wir waren bereits viermal dort ", berichtet Andrea Ryll, eine der für den Schüleraustausch verantwortlichen Lehrerinnen.

Im Vorfeld der Unterbringung der sechs Mädchen und zwei Jungen wurden Steckbriefe verteilt, sodass die Jugendlichen bei Gastgeschwistern mit gleichem Alter und Hobbys untergebracht werden konnten. Aufgeteilt wurden die Schüler auf die Stadt Wolmirstedt und die Dörfer Rogätz, Samswegen und Niederndodeleben.

Wenn die Dänen in Wolmirstedt einfallen, riecht es in der Ganztagsschule Johannes Gutenberg nach Kartoffelpuffer. " Kommen wir zu Besuch, dann wird dänisch gekocht, besuchen uns die Austauschschüler, wird deutsch gekocht. Beim letzten Mal gab es Braten mit Pellkartoffeln und Soße ", verrät Verena Pedersen, die dänische Lehrerin. Für den einwöchigen Austausch wurde viel geplant, sodass die Dänen möglichst viel von Deutschland kennenlernen. Dabei wurde auf die Wünsche der dänischen Schüler eingegangen : Besichtigung des Brockens, Stadtrundgänge und Shoppingtouren durch Berlin, Dresden und Magdeburg, Ausflug in den Elbauenpark, ein Bowlingabend mit den Gastfamilien und als Höhepunkt, das gemeinsame Kochen mit anschließendem Bogenschießen im Schützenverein.

" Ohne die Unterstützung des Fördervereins und der Gastfamilien wäre ein Austausch nicht möglich ", bedanken sich Andrea Ryll und ihre dänische Kollegin Verena Pedersen.

Der morgige Abreisetag ist für den 13-jährigen Mads etwas ganz besonderes, er feiert seinen 14. Geburtstag. " Wir werden uns etwas Schönes für ihn einfallen lassen. Es wird auf jeden Fall ein Geburtstagslied gesungen ", versprechen die Lehrerinnen. Ob dies auf Deutsch oder auf Dänisch dargeboten wird, bleibt abzuwarten.