Mose ( cl ). Feuer im Jugendclub und im Kulturhaus Mose. So lautete die Meldung für eine Einsatzübung am Montagabend um 18. 30 Uhr. Marcel Tietz aus Mose leitete den Einsatz, an dem 31 Kameraden der Feuerwehren aus Mose und Wolmirstedt beteiligt waren.

Neun " Opfer " hatten sich im Jugendclub " Bulk " und im angeschlossenen Moser Kulturhaus versteckt. Die Nebelmaschine hatte über eine Stunde lang vorgearbeitet, sodass den Kameraden nach Öffnung der Türen dichte Rauchschwaden entgegenschlugen. Das Großaufgebot der Feuerwehren aus Mose und Wolmirstedt blieb nicht unbemerkt, Schaulustige gesellten sich dazu. " Das geht aber ziemlich langsam voran ", bemerkte einer der Zaungäste.

" Den Zeitfaktor haben wir bei der Auswertung im Anschluss an die Übung auch angesprochen ", erklärte Marcel Tietz. " Wir sind uns bewusst, dass die Rettung der Vermissten im Einsatzfall wesentlich schneller vonstatten gehen muss. Aber es lag am Montag auch daran, dass die Führungskräfte und auch der Angriffstrupp aus Wolmirstedt noch nicht so erfahren waren ", bilanzierte der Einsatzleiter. Aber eben deshalb seien solche Übungen sinnvoll. " Wir haben am Montag erstmal auf die korrekte Ausführung der einzelnen Einsatzschritte geachtet, der Zeitfaktor kommt unter dem Druck einer realen Situation dann von selbst. " Das Objekt Jugendclub und Kulturhaus Mose biete bei einem Brand durch die Gasheizung eine zusätzliche Gefahrenquelle, auf die besonders geachtet werden müsse.

Für die Übung hatten sich die Jugendlichen aus dem Club bereitwillig als " Opfer " zur Verfügung gestellt. " Die Zusammenarbeit zwischen uns und der Feuerwehr klappt prima, schon vor gut zwei Jahren gab es eine Übung hier im Objekt ", erzählt Sozialarbeiterin Heike Wehnert, die sich selbst mit im vernebelten Club versteckt hatte und am Montag zuerst gerettet wurde.