Das Sport- und Vereinswochenende im Rahmen der 1000-Jahr-Feier ist zu Ende. Freunde von Oldtimern, Mode, Malerei, Bastelei oder Sport kamen voll auf ihre Kosten. Unzählige Menschen ließen sich auf die Angebote ein.

Wolmirstedt. Die Schlossdomäne hat sich in den letzten Jahren zu einem Kleinod gemausert. Wie viel Flair dieser hübsch gestaltete Platz wirklich bietet, zeigte sich wieder einmal am vergangenen Wochenende, als jeder Winkel genutzt und mit Leben gefüllt wurde. Zwischen Oldtimern, Modenschau, Bastelstraße, Keramikstand, Bücherflohmarkt, Blasmusik und Imbissbuden, fand jeder bei schönstem Sommerwetter ein Plätzchen zum Schauen und lange Verweilen.

Der Tag begann sportlich, morgens um zehn. Tausend Läufer für die 1000-jährige Stadt hatte sich Petra Schultz gewünscht. Ernsthaft gerechnet hatte die Organisatorin mit so einer hohen Beteiligung allerdings nicht, wohl aber mit all denen, die Spaß am Laufen haben. Und die waren gekommen. Über 100 Läufer aller Altersklassen, vom Spitzensportler bis zum Gelegenheitsläufer, wagten sich an den Start. Steffen Fricke, der vor zwei Jahren deutscher Vizemeister im Zehnkampf wurde und seine ersten Sprints beim SV Kali absolvierte, war der Motor des Laufes, erreichte nach etwa 5, 4 Kilometern und 20 Minuten das Ziel. Ältester Teilnehmer war der 80-jährige Horst Theek, der sich in der Distanz von 3,3 Kilometern bewies. Wer nicht rennen wollte, bewältigte die Strecke walkend. Eine Urkunde bekam ohnehin jeder.

Während die ersten Läufer an der Freilichtbühne ins Ziel kamen, wurde oben auf der Domäne schon kräftig gefeiert. Die Zirkel des Bürgerhauses stellten sich vor. Die " Töpferfrauen " verkauften Keramik, die Malzirkel zeigten ihre Werke und animierten zeichenfreudige Kinder zum Malen. Am Stand der Colbitzer Kita " Heideblümchen " konnten sich kleine " Prinzessinnen " Glitzerketten basteln, das Bürgerhaus bot Führungen an. " Zwei Paare haben sich schon zur Hochzeit angemeldet ", sagt Daniela Wirthgen.

Die passende Mode zum Fest zeigte Schneidermeisterin Heike Stöhr vor dem Katharinensaal. Das Jugendblasorchester Grimma machte eine Pause und erfreute sich zusammen mit vielen Besuchern an den schnuckeligen Sommerkleidern der aktuellen Kollektion.

Und dann geschah etwa selten Dagewesenes. Der Schützenverein, dessen Umzüge sonst kaum wahrgenommen wurden, stürzte sich ins Getümmel und hatte so viele Zuschauer wie noch nie. Zur großen Freude der Schützen, denn nicht nur die Wolmirstedter liefen im Zug mit, sondern auch die Schützen der Haldensleber Gilde, aus Wunstorf, Schricke, Braunschweig, Jersleben, Barleben, Eichenbarleben, Angern und Rogätz. Der Umzug setzte sich vor dem Rathaus in Bewegung, zog durch die Sportmeile des Boulevards und lief dann in das Gewimmel der Schlossdomäne ein. Dann begann das Chorfest. Aber das ist eine andere Geschichte, die wir in den kommenden Tagen erzählen.