Nutha l Hinter den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr Nutha steckt ein arbeitsreiches Einsatzjahr. Auf 25 Einsätze brachten es die Blauröcke 2013.

Höhepunkt für die Feuerwehrleute war der Einsatz im Hochwasser. Tagelang arbeiteten die Kameraden an der Elbe gegen die Wassermassen. Dabei, so resümiert Ortswehrleiter Thomas Mücke, seien die Einsatzkräfte an ihre Leistungsgrenze gekommen. "Wir hätten keinen Tag länger durchhalten können", ist er überzeugt.

Im vergangenen Jahr haben die Nuthaer dann noch das Gerätehaus der Nachbarwehr Hohenlepte übernommen. Die freiwillige Feuerwehr des Nachbarortes stand praktisch vor der Auflösung, beschreibt der Wehrchef.

Dass es nicht zur Auflösung des Stützpunktes gekommen ist, hängt vor allem mit der Personalstärke der Nuthaer Feuerwehr zusammen, erklärt er. 34 Einsatzkräfte zählt die Wehr. Rund um die Uhr seien die Kameraden in so ausreichender Zahl im Ort verfügbar, dass die Wehr in Gruppenstärke ausrücken könne, schildert er.

Dennoch müssten die Nuthaer nun nicht bei jedem Alarm nach Hohenlepte fahren, um das dort stationierte Einsatzfahrzeug zu besetzen, erklärt er weiter. Die Kameraden aus Niederlepte übernehmen das Löschgruppenfahrzeug in Hohenlepte. "Mit der Regelung sind wir sehr schlagkräftig", freut sich der junge Wehrleiter. Denn in Nutha gibt es nur ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Mit den sehr kleinen Einsatzfahrzeug sind die möglichen Einsatzvarianten begrenzt. Mit dem viel größeren Löschgruppenfahrzeug und seiner umfangreicheren Beladung habe die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung mehr Möglichkeiten, freut sich der Wehrchef.

Ob es irgendwann wieder einmal eine eigene Feuerwehr in Hohenlepte gibt, ist offen. "Wir hoffen, dass sich in den kommenden Jahren wieder Bürger aus dem Ort für den Brandschutz finden und aktiv in der Feuerwehr mitarbeiten wollen", wirbt der Nuthaer Wehrchef um das Engagement der Bürger.

Er kennt die Sorgen in vielen Feuerwehren. Neben der zunehmenden Überalterung der noch vorhandenen Feuerwehrleute kommt, dass die wenigsten Kameraden im Ort tagsüber beschäftigt sind. Oftmals besteht die Einsatzstärke nur noch auf dem Papier und am Wochenende.

Dass es auch anders geht, zeigt die Feuerwehr Nutha. Mit 33,4 Jahren Altersdurchschnitt sind hier vor allem junge Leute im Brandschutz organisiert. Darauf will sich Thomas Mücke aber nicht ausruhen. Mit Veranstaltungen will er das Interesse der Bürger an der gemeindlichen Einrichtung konstant halten. Daneben will er auch die Ausbildung seiner Kameraden weiter verbessern. Deswegen wird es in diesem Jahr erstmals ein Ausbildungswochenende geben, kündigt er an. Er freue sich schon auf die Tage, sagt er.