Die Region Anhalt und ihre hochwertigen Produkte sollen zukünftig unter der Dachmarke "Made in Anhalt" vermarktet werden. Idee und Logo wurden von Prinzessin Corinna von Anhalt kreiert. Judith Kadow sprach für die Zerbster Volksstimme über die offizielle Einführung der Marke auf der Internationalen Grünen Woche 2011 im Januar in Berlin mit dem Zerbster Stefan Wallwitz, Inhaber der "KickInPott" GbR und Direktvermarkter vor Ort.

Volksstimme: Im Rahmen der "Internationalen Grünen Woche 2011" in Berlin wird die Marke "Made in Anhalt" eingeführt. Was hat es damit auf sich?

Stefan Wallwitz: Bier aus Dessau, Käse aus Lindau, Wurstwaren aus Zerbst und in Köthen gerösteter Kaffee – die Region Anhalt ist Heimat hochwertiger Produkte, die auch über ihre Grenzen hinaus vertrieben werden. Mit Hilfe der Dachmarke "Made in Anhalt" soll diese Produktvielfalt erstmals gebündelt werden. Präsentiert wird sie von ihrer Hoheit Corinna von Anhalt.

Volksstimme: Wer ist Corinna von Anhalt?

Wallwitz: Sie ist die Ehefrau von seiner Hoheit Prinz Eduard von Anhalt, dem Oberhaupt der herzoglichen Familie von Anhalt aus dem Hause Askanien. Nach fast 30 Jahren erfüllter Tätigkeit als Familienmanagerin ist sie heute Geschäftsführerin einer GmbH, die sich mit der Vermarktung von Immobilien beschäftigt. Und: Aus tiefer Verbundenheit zur Region Anhalt hat sie die Marke "Made in Anhalt" entwickelt. Ich bin sehr froh, dass ihre Hoheit die Marke zur Verfügung stellt und mein Vorhaben so tatkräftig unterstützt.

Volksstimme: Was beinhaltet die Marke?

Wallwitz: Auf der Grünen Woche stehen in diesem Jahr zunächst Waren aus dem Bereich der Ernährungswirtschaft in unserem Vordergrund. Im Rahmen eines Messestandes werden vom 21. bis 30. Januar in der Halle 23b, der Sachsen-Anhalt-Halle, ausgewählte Unternehmen ihre Produkte bewerben und vermarkten können. Das Logo "Made in Anhalt" lässt dabei nicht nur auf die Herkunft des Schafskäses oder eines Zwickelbieres schließen, sondern es steht auch für Qualität und Frische. Diese Faktoren spielen bei der Kaufentscheidung der Kunden eine immer größere Rolle.

Volksstimme: Auf der Grünen Woche wird es somit die offizielle Markeneinführung geben?

Wallwitz: Es ist die perfekte Gelegenheit, um die Marke und die ersten Partnerunternehmen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Gerade mit Blick auf das anstehende Jubiläum "800 Jahre Anhalt" im Jahr 2012 soll "Made in Anhalt" nachhaltig weiterentwickelt und ausgebaut werden. Die Produktpalette soll dabei durchaus über den Bereich der Ernährungswirtschaft hinaus gehen.

Volksstimme: Das Logo wird also wie ein Gütesiegel auf den Produkten der Partnerunternehmen zu finden sein?

Wallwitz: So wird für den Endverbraucher künftig auf den ersten Blick deutlich, dass es sich um ein Produkt aus der Region Anhalt handelt und für den Anhalter wird sichtbar, dass es ein Produkt aus seiner Heimat ist.

Volksstimme: Welche weiteren Schritte sieht das Marketing- und Vertriebskonzept für die Zukunft vor?

Wallwitz: Wir wollen den Produktions- und Fertigungsstandort Anhalt sowie die Region im lokalen und überregionalen Wettbewerb weiter stärken. Zudem erheben wir höchste Qualitätsansprüche an die Markenprodukte. Als Mitglied im Naturpark Fläming sowie in der Arbeitsgemeinschaft der Direktvermarkter möchte ich diesen hochwertigen Produkten von "nebenan" eine noch stärkere Werbeplattform geben und weitere Unternehmen sowie Produkte gewinnen, die sich unter der Dachmarke präsentieren und vermarkten lassen.

Volksstimme: Wohin können sich interessierte Unternehmen wenden, die Teil der neuen Marke "Made in Anhalt" werden möchten?

Wallwitz: Anhalter Manufakturen, Direktvermarkter, Produzenten und Unternehmen mit Interesse an einer Kooperation können sich per E-Mail an die Adresse made-in-anhalt@anhaltend.com wenden.

 

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