Der Naturpark Fläming ist ein touristischer Anziehungspunkt für Aktivtouristen in unserer Region. Um so wichtiger ist die Weiterentwicklung des Park(konzeptes). Was schon geschafft wurde und was in 2014 passieren soll, berichtet Geschäftsführerin Andrea Ciciewski.

Klieken l Der Sturm im August hat nicht viel vom Flächennaturdenkmal rund um die Kirchruine Schleesen, wozu auch der Wald in Golmenglin gehört, beschädigt, berichtete Andrea Ciciewski, Geschäftsführerin des Naturpark Fläming e.V. kürzlich bei der Mitgliederversammlung des Vereins. Eine Arbeitsgruppe hatte Ideen entwickelt, doch die Arbeiten am Konzept wurden auf Grund des hohen Schadensausmaßes jetzt auf Eis gelegt. Die bis dato ausgelösten Aufträge für die Neugestaltung von Informationstafeln konnten nicht rückgängig gemacht werden. Fünf neue Infotafeln und drei Aufsteller wurden somit eingelagert. "Das Vorhaben wird fortgeführt, wenn die Gefahrenquellen beseitigt sind und eine Begehung wieder möglich ist", kündigte Andrea Ciciewski an. Dann sollen alle Infotafeln wie geplant aufgestellt werden. Zusätzlich wird es eine Tafel geben, die die Sturmschäden erklären soll. Welche Wirkungen, aber auch welche Chancen so ein Sturm für einen Wald bringt.

Ein weiteres großes Thema, das 2014 angegangen werden soll, ist ein neues Wanderwegkonzept. "Die Erarbeitung eines Wander- und Radwegekonzeptes in Verbindung mit einer spezifischen Besucherlenkung ist eine langfristige Aufgabe aus dem Entwicklungskonzept des Naturparks", sagte Ciciewski. Diese Aufgabe wurde bereits im brandenburgischen Teil des Flämings (Hohen Fläming) erfolgreich umgesetzt. Jetzt soll das erfolgreiche Beschilderungssystem auch in Sachsen-Anhalt eingeführt werden. Hier gibt es zwar Beschilderungen, doch diese sind nicht einheitlich. Außerdem sollen auch mögliche neue Wege oder Verbesserungen an alten Routen erarbeitet werden. "Wir wollen damit an die Qualität des Hohen Flämings anknüpfen, möglichst so, dass der Wanderer nicht einmal bemerkt, dass er eine Grenze überquert hat", beschrieb Ciciewski das Vorhaben. Der Antrag für die nötige Konzepterarbeitung wird in diesem Jahr gestellt werden. Steht das Konzept, könne man es Stück für Stück umsetzen, doch der Anfang müsse gemacht werden, so Ciciewski.

Einen Punkt im Rechenschaftsbericht nahm auch die ehrenamtliche Tätigkeit ein. Insgesamt konnten 457 Stunden von 42 Teilnehmern in ehrenamtlicher Tätigkeit für den Verein und damit für den Park verzeichnet werden. Bei Wanderwegeausschilderungen, in der Öffentlichkeitsarbeit, bei der Betreuung unserer Infopunkte und in Naturschutzbereichen, z.B. die fachliche Betreuung und Erfassung an den Amphibienschutzzäunen im Naturpark, waren die Helfer im Einsatz. Ciciewski lobte das Engagement, aber gestand auch: "Natürlich würden wir uns immer noch etwas mehr wünschen. Aber die Menschen, die uns jetzt helfen, sind Menschen, auf die wir uns verlassen können. Und natürlich sehen wir auch, dass ehrenamtliche Arbeiten Grenzen haben und auch haben müssen."

Für 2014 hat die Geschäftsführerin aber vor allem einen Wunsch: "Dass wir die vielen Aufgaben, die wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben, auch alle bewältigen können."

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