Eine neugründete Selbsthilfegruppe, frischer Wind, neue Ideen, wie die, sich ein Maskottchen zu suchen. Ein Tierchen wurde schnell gefunden. Gestern bekam es auf dem Lindauer Ziegenhof einen Namen.

Lindau l "Kandis" heißt seit gestern das Maskottchen der Zerbster Selbsthilfegruppe (SHG)für Diabetiker. "Kandis passt zu uns", meinte Dirk Carow, der Vorsitzende im Vorstand der Gruppe. Die Gruppe gibt es noch nicht lange. Im Februar trafen sich Interessenten zum ersten Mal, im März wurde die Selbsthilfegruppe gegründet. So eine Anlaufstelle und Austauschmöglichkeit für Diabetiker gab es bislang noch nicht. Die Gruppe, die schon 25 Mitglieder zählt, will sich wahrscheinlich noch in diesem Monat einen Namen geben.

Einen Namen hat das braungescheckte Lämmchen nun schon. Mit dem Maskottchen will man sich von anderen Gruppen abheben, "mit etwas Besonderem herausstechen", so Carow. Auch die Ziege war quasi seine Idee. Als sein Sohn noch klein war, sei er ganz oft mit ihm zu den Ziegen am Güterglücker Teich gefahren. Zu den Ziegen von Warnkes bestehen sogar familiäre Beziehungen. Da Hausherr Reiner Warnke der Sohn von Inge Grube vom Vorstand der SHG ist, lag es nahe, den Taufpaten hier zu finden. Dass Ziegenkäse und -milch gesund sind, passt ebenfalls zur Gruppe.

Dirk Carow und Inge Grube wurden gestern von den anderen Vorstandsmitgliedern Christine Hübner und Apotheker Jens Salomo begleitet. Reiner Warnke hatte alles bereitgestellt für die Taufe. Der Name wurde auf das rote Halsband des Lämmchen geschrieben. Von den mitgebrachten Mohrrüben wollte der Täufling allerdings noch nichts wissen. Die Namensgebung war gestern eine große Ausnahme auf dem Ziegenhof. Am Nachmittag des Ostersonnabend findet nämlich erst die traditionelle Lämmertaufe statt.

Das Maskottchen selbst ist nun die große Überraschung für die Diabetiker-Gruppe, die sich das nächste Mal am 17. April um 15 Uhr in Hebäckers Gaststube trifft. Vielleicht hängt dort dann auch schon ein Bild von Kandis. In der SHG geht es zum einen um den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und um Vorträge zu allen Themen, die Diabetiker interessieren.