In der Sekundarschule Loburg gaben am Freitagabend die Ortschaften Loburg, Rosian, Hobeck und Schweinitz ihren Neujahrsempfang. Loburgs Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann blickte dabei auf ein spannendes Jahr zurück.

Loburg. Die Loburger Sekundarschule hat nicht nur eine schöne Aula. Der Veranstaltungsort war auch aus einem anderen Grund ganz gezielt gewählt. "Die Sekundarschule wackelt", brachte es Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann auf den Punkt. Der Fortbestand des Schulstandortes hänge an einer Entscheidung des Landesverwaltungsamtes. "Ich hoffe auf ein Votum noch vor der Landtagswahl. Das wäre ehrlich", sagte er.

Kurz umriss der die vergangenen Höhepunkte im kommunalen Leben der vergangenen zwölf Monate. Herausragend ist dort die Partnerschaft mit Ostbevern. Zum Neujahrsempfang kam eine Delegation unter dem dortigen Bürgermeister in die Partnerstadt.

Der Ostbeverner Amtskollege Joachim Schindler klagte über davonlaufende Ausgaben in der kommunalen Kasse. Allerdings laufe die Wirtschaft sehr gut wieder an, freute er sich auf bald wieder sprudelnde Einnahmen.

Die Gastrede übernahm in diesem Jahr die Bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Undine Kurth. Die Stadt Loburg verbinde sie vor allem mit dem Storchenhof, sagte sie. Anschließend definierte sie einige Ziele, die die Kommunen sich fest auf die Fahnen schreiben sollten. So seien die Lebensgrundlagen ebenso zu erhalten wie die Natur. Nicht jede grüne Wiese müsse bebaut werden, riet Kurth zum Umdenken. Außerdem sollten die Kommunen verantwortungsvoller mit Energie umgehen. Daneben sprach sie sich dafür aus, den "Ehrenamtlichen nicht nur einmal im Jahr warme Worte zu schenken". Sie seien Teil der Gesellschaft und müssten als solcher mehr anerkannt werden.

Mit Dr. Christoph Kaatz sprach der erst kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Begründer des Storchenhofes zu den Gästen. Er warb vor allem für den Storchenhof. Sogar einige Aufnahmeanträge für den Verein hatte er in der Tasche. Die meisten Unterstützer, zählte er vor, kommen nicht aus Loburg, sondern aus Hessen. "Nach der Zahl der Mitglieder belegen die Loburger nur den vierten Platz", bedauerte er. Außerdem dankte Kaatz noch für die zahlreichen Gratulationen zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. "Ich habe vorher nachgelesen, ob ich es heute tragen darf", erklärte er weiter.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das mit Jugendlichen besetzte Orchester Happy Harmonie. Die vorgesehene Ehrung der Handwerkermeister Ludwig Hoppe und Eberhard Wendrock musste leider entfallen. "Die beiden Senioren waren anderweitig verhindert", bedauerte Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann.

   

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