Zu den sechs Dörfern des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, die in der neunten Runde des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" mitmachen, gehört Grimme. Eine Jury machte sich vor Ort ein Bild.

Grimme l "Schade, dass nicht mehr mitmachen", meinte Silvia Zjaba, bei der die Fäden für den Dorfwettbewerb im Landkreis zusammen laufen. So reichten zwei Tage, um die sechs Dörfer - Löberitz, Quetzdölsdorf, Zscherndorf, Roitzsch, Grimme und Retzau zu bereisen. Zur Jury gehörten Andrea Lehmann von der Kommunalaufsicht, Marion Schilling von der regionalen Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld/Wittenberg, Kathleen Kuhring vom Umweltamt, Karin Reul vom Wirtschaftsentwicklungs- und Tourismusamt, vom Bauordnungsamt Bernd Wagenknecht, Manfred Lange vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Anhalt, nicht zu vergessen Regina Frens, Ortsbürgermeisterin von Steutz mit viel Wettbewerbserfahrung.

Annemarie Reimann und Janet Löhn hatten sich die Zeit genommen, um die Juroren herumzuführen - angefangen am Dorfteich, über das Feuerwehrgerätehaus, Kirche, Bürgerhaus bis hin zu den potenziellen Streuobstwiesen in Richtung Golmenglin, zurück zu Jugendclub und Mehrzweckhalle. In der Kirche war es ein glücklicher Zufall, dass Wolfgang Herrmann vor Ort war, um die fünf jungen Turmfalken der beiden Brutpaare zu beringen. Ein Erlebnis, das sonst den Kindern des Ortes vorbehalten ist.

Die ländliche Idylle begeisterte die Gäste, der Gemüseanbau für den Eigenbedarf, die Tiere in den Gärten. Die Straßen intakt, die Grünflächen gepflegt, selbst im Jugendclub herrschte bei der unvorbereiteten Stippvisite Ordnung und Sauberkeit. Im Ort sei man hinterher, gleich kleine Schäden wieder in Ordnung zu bringen, damit nichts größeres daraus wird, erklärte Annemarie Reimann. Sie vermittelte, dass die Grimmschen das meiste selber in die Hand nehmen, dass Heimat- und Kulturverein, Kirchengemeinde, Ortschaftsrat und Feuerwehr gut zusammenarbeiten und für die Einwohner Angebote und Veranstaltungen organisieren, wie zuletzt das traditionelle Pfingstgelage. "Das Dorfleben wird hier richtig praktiziert", hatte Manfred Lange eine guten Eindruck vom Ort. Dass sich Grimme "toll präsentiert" hat, befand auch Regina Frens.

Mit der Bewerbung, die Annemarie Reimann initiiert und erarbeitet hat, gehe es nicht um Sieg oder Preis. Dabeizusein, Ideen mitzunehmen, Anregungen und zum Beispiel Tipps zu Fördermöglichkeiten zu bekommen, würde schon ein Gewinn sein, erklärte sie. Wie Grimme abgeschnitten hat, wird am 11. Juli bekannt gegeben.

 

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