Zerbst/Dessau (jkd) l "Im Juli wurden uns erstmals mehr Arbeitsstellen als im Vergleich zu den Vormonaten gemeldet. Die Nachfrage nach Fach- und Arbeitskräften besteht von daher nach wie vor. Besonders hoch sind die Nachfragen in den Branchen Metallverarbeitung und -erzeugung, im Verkehrs- und Logistikbereich und in der Pflegebranche", so Sabine Edner, Chefin der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg.

Die Arbeitslosigkeit ist insgesamt weiter gesunken. Trotzdem erkenne man deutliche Unterschiede in den Regionen: So liegt die Arbeitslosenquote im Altkreis Bitterfeld mit 9,5 Prozent am niedrigsten, im Altkreis Köthen mit 12,4 Prozent am höchsten. Zerbst steht mit 10,3 Prozent ebenfalls gut da. Die Arbeitslosenquote sank hier im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Insgesamt waren 1229 Personen arbeitslos gemeldet. Im Bestand waren 122 offene Stellen. Die Jugendarbeitslosenquote betrug 10,1 Prozent und stieg im Vergleich zum Juni um 0,6 Prozent leicht an.

"Dieser Anstieg ist typisch für die Saison. Nicht alle Jugendlichen werden nach der Ausbildung übernommen oder finden nach der schulischen Ausbildung nahtlos einen Arbeitsplatz. Dies stellt eine Chance für Unternehmen dar, die nicht ausbilden können. Die jungen Fachkräfte können dort ihre ersten Berufserfahrungen sammeln und werden an unsere Region gebunden", merkt Edner an.