Seit Neuestem parken die Müllfahrzeuge der Kreiswerke neben der Zerbster DRK-Rettungswache. Allerdings ohne Müll. Geschäftsführer Hartmut Eckelmann kann die Angst vor hygienischen Problemen nehmen.

Zerbst l Die Angst vor einer Müllumladestation in direkter Nachbarschaft zur Rettungswache beschäftigte die Zerbster Kollegen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor zwei Jahren. 2011 sind die Sanitäter in den Ahornweg eingezogen. Aktuell sind dort die Kreisstraßenmeisterei und der DRK-Kreisverband mit der Rettungsstation eingemietet. Vermieter sind die Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke.

Rückblick: Nur kurz dachte man 2012 bei den Kreiswerken über die Verlegung der Müll-umladestation von Straguth auf das Gelände im Zerbster Ahornweg nach. Die Bauvor-anfrage für die Zerbster Außenstelle des Abfallentsorgers war damals bereits positiv vom Kreis entschieden. Doch die Sanitäter schlugen Alarm: Die Bakterien und Keime im Müll würden sich überhaupt nicht mit der absoluten Keimfreiheit in der Station vertragen. Der Müll blieb in Straguth.

Doch seit Neuestem werden Müllfahrzeuge im Ahornweg abgeparkt. Kreiswerke-Geschäftsführer Hartmut Eckelmann erklärt auf Volksstimme-Nachfrage: "Die Fahrzeuge, die dort jetzt regelmäßig stehen, sind leer." Mit Müll solle im Ahornweg nicht hantiert werden. "So lange das DRK dort Mieter ist, wird es keine Müllumladestation geben", versichert Eckelmann. Man habe bei den Kreiswerken längst Abstand von diesem Plan genommen.

Warum die Müllwagen plötzlich in Zerbst stehen, und nicht mehr in Straguth, erklärt der Geschäftsführer: "Da die Straguther Station so abgelegen ist, kommt es immer wieder zum Vandalismus an unseren Fahrzeugen. In Zerbst stehen sie einfach sicherer."

Auch die Räume des DRK werde kein Mitarbeiter, der mit Müll zu tun hat, betreten. "Es gibt lediglich einen gemeinsamen Fluchtweg, sonst hat sogar jeder seinen eigenen Zugang." Dass das Thema Müll immer wieder ein heißes ist, weiß Eckelmann bereits aus Erfahrung. "Keiner will ihn vor seiner Haustür haben, deswegen ist es unser Ziel, alle vermeidbaren Belästigungen auch zu vermeiden."