Zerbst l "Wir sind sehr dankbar für die Spende", erklärt Dirk Herrmann. "Das ist eine gute Hilfe", betont Tatyana Nindel und ergänzt lächelnd: "Eine schöne Initiative, die zum Nachahmen geeignet ist." Diese Worte richteten die beiden Vereinsvorsitzenden gestern an Dr. Klaus Mattke. Jener ist Geschäftsführer der Zima GmbH, die am 1. Juli ihr 20-jähriges Bestehen feierte. "Statt Geschenken haben wir um Spenden für den Förderverein des Zerbster Schlosses und den Internationalen Katharina-Verein gebeten", erzählt er.

Dass die Wahl gerade auf diese zwei Vereine fiel, lag recht nahe. "Wir sind eine Immobilienverwaltungsfirma und das Schloss ist eine Immobilie", begründet Dr. Mattke. Mit dem Schloss wiederum sei die russische Zarin Katharina II. verbunden, die gebürtige Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst. Dem Wunsch des Jubilars folgten einige Gratulanten. Die zusammengekommene Summe stockte die Zima dann noch einmal auf, so dass Dr. Mattke insgesamt 1000 Euro überreichen konnte.

Über 750 Euro durfte sich da der Schlossverein freuen. "Wir werden das Geld für die Sicherungsmaßnahme VI/3 im Bereich des Corps de Logis einsetzen", berichtet Dirk Herrmann vom neu eingezogenen Dach, den ausgebesserten Wänden und der Stahlbetontreppe, die sich nun dort befindet, wo einst eine hölzerne Treppe für die Dienerschaft die Geschosse miteinander verband. "Das Geländer wird momentan noch hergestellt. Damit ist die Maßnahme dann beendet." Um diese zu finanzieren, war neben den Fördermitteln ein nicht "unerheblicher Eigenanteil" aufzubringen.

Auch dem Katharina-Verein kam die Spende über 250 Euro äußerst gelegen. Tatyana Nindel erzählt vom geplanten Flyer, in dem für das Schloss und hier konkret für die derzeit rund 2200 Quadratmeter große museal genutzte Fläche geworben werden soll. Neben dem Förderverein des Schlosses und dem Katharina-Verein sind auch die Internationale Fasch-Gesellschaft und der Zerbster Heimatverein mit Ausstellungen im erhaltenen Ostflügel des früheren barocken Fürstensitzes vertreten. "Das wollen wir in dem Flyer präsentieren", erläutert Tatyana Nindel.

Zwar wird das Projekt durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld gefördert - allerdings nur zu 50 Prozent. "Wir hatten mit mehr gerechnet, gesteht die Vereinsvorsitzende. Die 250 Euro fließen in den aufzubringenden Eigenanteil, die ausstehende Restsumme wird auf die vier Vereine aufgeteilt.