Zerbst l Im Bibliotheksgarten waren alle Stühle besetzt, als der Autor U.S. Levin am Mittwochabend Texte aus einigen seiner Bücher vorlas. "In unserem Alter weiß ja keiner so genau, ob das eben ein Orgasmus war - oder ein Herzinfarkt", leitete er den Abend ein und sorgte gleich für Lacher bei den rund 45 Gästen.

In lockerer Atmosphäre las der Sachse ("Geboren wurde ich in Sachsen-Anhalt, dann nach Sachsen zwangseingeführt und mundsprachlich missbraucht.") zunächst aus seinem aktuellem Werk: "Nichts für starke Nerven." Darin beschreibt er, wie er aus Versehen in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wird. Der Unterschied zu einem Gefängnis sei, "dass einem nicht die Schuld bewiesen werden muss, sondern, dass man selbst beweisen muss, dass man unschuldig ist++", sagte er.

Weitere Episoden rund um den Umgang mit Medizinern und dem Gesundheitswesen füllten den Abend, der den Titel " Schwester, er lebt" trug.

Bereits zum dritten Mal gastierte der Satiriker in der Zerbster Bibliothek. Bibliotheks-Mitarbeiter Manfred Amhaus war zufrieden: "Es war ein toller Abend. Er hat auch eine Zugabe gegeben. Die Leute waren begeistert und haben auch viele seiner Bücher gekauft", sagte Amhaus.

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