Zerbst l Ein auf dem Dach liegender dunkler Opel Astra erregte gestern in den frühen Morgenstunden die Aufmerksamkeit so manches Bürgers. Mit dem Heck ragte das Auto auf die Fahrbahn der Biaser Straße. Einzig ein Warndreieck, das vor dem linken Hinterrad drapiert war, sowie die abgefahrene Entfernungsbake des nahen Bahnübergangs machten auf den Pkw aufmerksam.

"Der Unfall ereignete sich am Mittwochabend", berichtete der Leiter des Zerbster Revierkommissariats Elard Schmidt. Nach bisherigem Stand kam der 28-jährige Fahrer gegen 23.15 Uhr auf dem Weg in die Innenstadt nach rechts von der Straße ab. Er beschädigte das Verkehrszeichen und kollidierte mit einem Metallzaun.

Die Polizeibeamten führten vor Ort einen Atemalkoholtest durch, der einen Wert von 3,66 Promille ergab. Eine Blutprobenentnahme folgte. Darüber hinaus stellten sie fest, dass der Pkw stillgelegt und die Kennzeichen entstempelt waren. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Zugleich erhielt der Verursacher die Auflage, das Auto entfernen zu lassen. Weshalb dies bis Donnerstagvormittag noch nicht geschehen war, konnte der Revierleiter nicht sagen. Stattdessen erzählte er von mehreren Anrufen aufmerksamer Bürger, die auf den Opel hinwiesen. Unterdessen rückten die Beamten noch einmal aus, um den Fahrer erneut aufzufordern, den Pkw abzutransportieren.