Schnee und Frost können kommen. Der Zerbster Bau- und Wirtschaftshof ist vorbereitet. Die Tourenpläne für den Winterdienst stehen. Streusalz ist ausreichend eingelagert, bessere Technik angeschafft.

Zerbst l "Wir sind angemessen vorbereitet", erklärt Michael Lindner. Vorerst ist zwar noch kein Schnee angekündigt, der Winterdienst für die Einheitsgemeinde Zerbst zumindest steht. "Die Tourenpläne sind erstellt", erklärt der Leiter des städtischen Bau- und Wirtschaftshofes mit Blick auf sein Team. 27 Mitarbeiter rücken aus, wenn Straßen, Gehwege und andere kommunale Flächen zu beräumen sind. Sie verteilen sich auf vier Handkolonnen sowie elf Fahrzeuge - vom Multicar über kleine Schlepper bis zum Unimog reicht das Spektrum. "Wir haben unsere Technik so angeschafft, dass sie ganzjährig einsetzbar ist", bemerkt Ordnungsamtsleiterin Kerstin Gudella. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge fortan verstärkt zum Einsatz kommen.

Auch hinsichtlich des Vorrates an Streusalz ist man gewappnet. "Wir haben etwa 250 Tonnen eingelagert", erzählt der Bauhofchef. Gut 35 Tonnen fasst das Salzsilo auf dem Bauhofgelände in Zerbst. Die übrigen Mengen verteilen sich auf Big Bags und Säcke, die in den Außenstellen in Lindau und Hohenlepte lagern. "Diese sind zum Sommerbezugspreis angeschafft worden. Das rechnet sich", sagt Michael Lindner. Wobei gut 80 Tonnen Salz vom vergangenen, vergleichsweise milden Winter übrig geblieben sind. Auch Sand ist vorhanden. "Damit stumpfen wir die Wege in den Parkanlagen ab", erläutert Kerstin Gudella.

Sobald die erste kräftigere Schneefront über die Einheitsgemeinde hinwegzieht, rücken die Bauhofmitarbeiter aus. "Um 3 Uhr geht es los", sagt Michael Lindner. Die Straßen seien dann noch leer, erläutert er, dass sich diese Zeit bewährt habe. Zumal auch die Stadt wie jeder Bürger seine Anliegerpflicht zu erfüllen habe, gibt Kerstin Gudella mit Blick auf die Straßenreinigungssatzung zu bedenken. Demnach sind Gehwege, wenn über Nacht Schnee gefallen ist, werktags bis 7 Uhr - an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr - zu beräumen.

Wie oft das Team des Bauhofs zum Winterdienst ausrückt, hängt von der Witterung ab. Und da gibt es Schneisen. "Das Wetter im Raum Flötz-Gödnitz ist mitunter ganz anders als in Zerbst oder im Vorfläming", weiß Michael Lindner. Fakt ist außerdem, dass es im Umland aufgrund der freien Ackerflächen vermehrt zu Schneeverwehungen kommt. Besonders stark fallen diese auf den Verbindungsstrecken Flötz-Güterglück, Buhlendorf-Schora, Lindau-Kerchau, Bias-Leps, Bias-Pakendorf und Grimme-Reuden/Süd aus, zählt er auf. "Dort fährt man einmal öfter und längerfristig lang."

Allerdings können die Bauhofmitarbeiter nicht überall gleichzeitig im Einsatz sein. "Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich jeder Kraftfahrer mit seiner Fahrweise den jeweiligen Straßenverhältnissen anzupassen hat", gibt Kerstin Gudella zu bedenken. "Am besten fährt es sich auf einer festgefahrenen Schneedecke, besser als über gefrierenden Matsch", schildert Michael Lindner seine Erfahrungen. Ginge es übrigens nach ihm persönlich, würde der Winter trocken bleiben...