Zerbst. Einstimmig löste sich gestern die Stadtseniorenvertretung von Zerbst auf ihrer wohl letzten Mitgliederversammlung auf.

Seit dem 26. September 2001 setzten sich Senioren für Senioren ein, um ihre Sorgen, Nöte und Belange in die Öffentlichkeit und an die Stadtvertreter heranzutragen. " Aber im Moment gibt es keine Strukturen, um mit dem Stadtrat gemeinsam Politik zu machen ", betonte der Vorsitzende der Stadtseniorenvertretung, Manfred Schmidt, und sprach damit einen Punkt an, der sich lange durch die Vereinsgeschichte zieht. " Wir werden nicht mit eingebunden. "

Zumindest das Strukturproblem scheint jedoch in Zukunft gelöst zu werden. Denn das Ende der Stadtseniorenvertretung ist zugleich der mögliche Neubeginn einer anderen Institution – ein Seniorenbeirat. " Der Stand der Dinge ist, dass wir die Idee im Sozialausschuss bereits besprochen und eine Geschäftsordnung erarbeitet haben ", sagte Stadträtin Silke Hövelmann ( SPD ), die gestern die Mitgliederversammlung besuchte. Die Geschäftsordnung habe den Ausschuss passiert. Doch noch sei nichts spruchreif, bevor der Stadtseniorenbeirat nicht auch Hauptausschuss und Stadtrat passiert hat. " Das wird die von ihnen gewünschte Nähe zwischen Senioren und Stadtrat bringen ", sagte Hövelmann. Doch sie machte auch deutlich, dass auch ein Seniorenbeirat nur eine beratende Funktion habe. " Das ist auch, was wir wollen ", antwortet Schmidt.

Zudem nutzten die Stadtseniorenvertreter ihre letzte gemeinsame Sitzung, um einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Jahre zu geben und auch um Dezernent Andreas Fischer ein paar Anregungen mit auf den Weg zu geben, was sich in Zerbst für Senioren verbessern könnte.

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