Ein riesiger Bus namens BioTechnikum hat am vergangenen Donnerstag und Freitag auf dem Zerbster Marktplatz Station gemacht. Seine Aufgabe: Moderne Biotechnologie zum Anfassen zeigen. Auch Zerbster Schüler machten von diesem Angebot Gebrauch.

Zerbst l Während draußen die Sonne endlich frühlingshafte Temperaturen hervor zauberte, war es im Inneren des großen Busses dank Klimaanlage angenehm kühl. Im Inneren begaben sich zahlreiche Besucher auf eine Reise durch die Welt der Biotechnologie.

Mit der Initiative "BioTechnikum: Erlebnis Forschung - Gesundheit, Ernährung, Umwelt" bringt das Bundesministerium für Bildung und Forschung auch den Zerbster Schülern Biotechnologie im wahrsten Sinne des Wortes näher. Das doppelstöckige Ausstellungsfahrzeug beherbergt auf mehr als 100 Quadratmetern Fläche eine komplette Laborinfrastruktur, eine multimediale Ausstellung und ein Dialog- und Diskussionsforum.

Bei biotechnologischen Praktika können Besucher unter Anleitung der begleitenden Wissenschaftler selbst in die Forscherrolle schlüpfen und biotechnologische Experimente durchführen. Dabei isolieren sie beispielsweise DNA aus Mundschleimhautzellen, stellen Käse mithilfe von Enzymen her, bestimmen die Virenlast fiktiver Patienten oder erzeugen Strom mithilfe von Hefe.

Wissenschaftliche Experimente im Bus

Die Zerbster Schüler, die in der vergangenen Woche im Bus ihren Ausflug in die Welt der Biotechnologie machten, nahmen auch am DNA-Experiment teil. Sie isolierten Zellen und DNA aus ihrer Mundschleimhaut und konnten sich im Anschluss an das Experiment auch die DNA unter dem Mikroskop ansehen. In Laborkitteln hantierten sie unter fachkundiger Anleitung der mitgereisten Wissenschaftler mit Reagenzgläsern und (ungefährlichen) Bakterien und konnten so ganz praktisch erleben, welchen Nutzen Biotechnologie in besonderen und alltäglichen Situationen haben kann.

Neben den praktischen Erfahrung mit der Biotechnologie konnten die Besucher des BioTechnikums sich auch zu den verschiedenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Biotechnologie informieren. Jennifer Rateike war in den Bus gestiegen, um ihre Möglichkeiten fürs Studium auszuloten: "Ich habe noch keine richtige Idee, was ich studieren will. Darum will ich heute mal schauen, ob Biotechnologie vielleicht etwas für mich ist."

 

Bilder