Mit knapp 2, 3 Millionen Euro, davon gut 2 Millionen aus dem Konjunkturpaket II, soll das Gymnasium Francisceum saniert und ausgebaut werden. Ein neuer Eingangsbereich am Weinberg 1, ein mehrgeschossiger Anbau am Gebäude Weinberg 3, vor allem aber die Fenstersanierung im gesamten Weinberg 1 sind wesentlichste Anliegen.

Zerbst. Jedes der Fenster im Gebäude Weinberg 1 ist ein Unikat. " Da ist es ganz schwierig, mit vertretbarem Aufwand energetisch zu sanieren. " Dies, so Landkreis-Bauamtsleiter Erich Mühlbauer dieser Tage, sei aber ein zentrales Problem des Gebäudes und zugleich der Weg zum Fördergeld. " Wir werden von Innen mit Vorsatzfenstern arbeiten. Auch die werden größtenteils in Einzelanfertigung herzustellen sein. " Der Wärmeverbrauch wird sich drastisch verringern, auch die Fassadensanierung wird ihr Scherflein zur künftig besseren Betriebskostenrechnung beitragen. Eine Million Euro ist allein für die neuen Fenster und die Fassadensanierung vorgesehen. Wegen der " Zerbster " Fenster im Museum schließt sich der Landkreis mit der Stadt kurz.

" Und diese Luftschleuse kommt weg. " Mühlbauer meint den Backstein-Eingang aus den 1940-er Jahren. Zwar wird nicht der " anfangs von uns favorisierte Entwurf umgesetzt. Den hat der Denkmalschutz nicht akzeptiert. Es gibt einen zweiten Entwurf, und der wird gebaut. Auch er bringt den Eingang zum Gebäude sowie zu den Toiletten neu unter ein Dach, und er hat einen kleinen Cafeteria-Bereich. " Und auch an die Schutzhelme der Moppedfahrenden Gymnasiasten wird künftig gedacht sein. Für dieses Teil der Gesamtbaumaßnahme sind 270 000 Euro reserviert.

Wunsch erfüllt sich

Ein schon viele Jahre alter Wunsch wird am Gebäude Weinberg 3 erfüllt. Ein eingeschossiger, nicht unterkellerter Anbau wird entfernt und macht Platz für einen unterkellerten Mehrgeschosser, direkt mit der Südfassade des Hauptgebäudes verbunden. Der Anbau ist tiefer als der Giebel, schafft rückwärtig, vom Hof her, eine neue Eingangssituation. Im Keller werden neue Sanitäranlagen eingerichtet. " Der Verschlag auf dem Hof kommt dann auch mit weg. "

Im künftigen Anbau entstehen Vorbereitungsräume für die im Hauptgebäude bestehenden Fachkabinette. Eine bemerkenswerte Einzelheit : An der Südfassade des Anbaus wird eine Photovoltaikanlage montiert. " Die Anlage wird zum einen für den Eigenbedarf Energie erzeugen, zum anderen wird sie praktisch in den Fachunterricht einbezogen. "

Gegenüber, an der Nordfassade des Gebäudes Weinberg 3, wird eine zusätzliche Fluchttreppe errichtet. Die ist Vorschrift, aber nicht als Wendeltreppe. " Wir haben sie trotzdem vom Denkmalschutz genehmigt bekommen ", kann Mühlbauer durchaus auch von Zugeständnissen aus der anderen Richtung berichten. Für die Arbeiten am Gebäude Weinberg 3 sind 550 000 Euro vorgesehen.

Nächstes Thema : Die Sanierung von Fluren und Klassenräumen, soweit das Geld reicht. " Da ist der Bedarf weit größer als wir es in diesem Schritt leisten können. " 223 000 Euro sollen für dieses Ziel aus dem Konjunkturpaket II in diesem Jahr eingesetzt werden.

Besser in vielen Details

Abschließendes Einzel-Thema sind die Außenanlagen. Sie sollen hergerichtet, saniert und, wo nötig, ordentlich erschlossen werden. Hierfür werden nach jetziger Vorschau rund 250 000 Euro eingesetzt.

Die aufgeführten Arbeiten werden in vielen Details Verbesserungen bewirken. Mühlbauer führt beispielhaft die Putzspiegel an, die ganz hässlich in den Fenstern der Nordfassade des Weinbergs 1 anzeigen, wo Geschossdecken eingezogen sind. " Hier wird es künftig Fenster zu sehen geben. Wie es sich gehört für eine solche Fassade. "