Zerbst. Er hat sich schon ein wenig verändert, der Zerbster Wasserturm. Nicht äußerlich, aber im Innern. " Wir haben bereits einige Einsätze absolviert ", sagt Sigrun Knäbel, Vorsitzende des im September 2009 gegründeten Fördervereins Wasserturm Zerbst.

Seit der Vereinsgründung wächst nicht nur die Mitgliederzahl kontinuierlich, hat längst die 30 überschritten. Dazu gibt es bereits einige Fördermitglieder. In der interessierten Truppe mit viel Startelan wachsen auch die Projekte, die angepackt werden.

Da wurde also die alte Technik aus dem Turm entfernt, die zu DDR-Zeiten für die Wasserversorgung nachgerüstet worden war. Um Bewegungsfreiheit zu schaffen und Gefahrenquellen auszuräumen. Den Boden hat die Firma Zetieba auf eine einheitliche Ebene verfüllt. Was fehlt, ist noch der Betonbelag. Der kommt, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen.

" Aber auch so ist der Turm schon begehbar ", so Sigrun Knäbel. Und da ist sie beim nächsten Vorhaben des Vereins. " Wir wollen die Bevölkerung zum 20. März einladen ", blickt sie voraus. Am 22. März ist Weltwassertag, den Sonnabend davor nutzt der junge Verein, um " den Turm schon mal zu zeigen, wie er ist ", weiß Sigrun Knäbel um ein entsprechendes großes Interesse. Möglich ist dieses Angebot auch, da inzwischen die Abrissarbeiten am ehemaligen Wasserwerk auf dem Turmgelände abgeschlossen sind.

Von 14 bis 18 Uhr soll es am 20. März sozusagen " offene Turmtüren " geben. Geplant ist aber mehr als der Blick ins Innere des 116 Jahre alten Baudenkmals – zunächst noch ohne Möglichkeit eines Aufstiegs.

Den Auftakt des Nachmittags macht eine öffentliche Mitgliederversammlung, auf der die Vereinsvorsitzende über Anliegen und Vorhaben des Wasserturm e. V. informieren wird.

Dann können der Turm und auch die drei Brunnenstuben besichtigt werden, die, anders als zunächst geplant, alle erhalten bleiben. Eine Präsentation von Wasserturm-Fotos wird zu sehen sein " und wir bereiten eine kleine Ausstellung vor ". Der Verein ist noch auf der Suche nach Objekten um Turm und Wasserversorgung. Von der ausgebauten DDR-Technik zum Beispiel konnte nur wenig behalten werden – zu marode war sie.

Auskunft über die Arbeit des Fördervereins Wasserturm Zerbst erhalten Interessierte inzwischen nicht nur auch übers Internet. Quasi noch druckfrisch ist ein Flyer mit vielen Informationen und auch einem Mitgliedsantrag.